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Ausbildungsberuf Hauswirtschafter/in

1. Berufstätigkeit / Berufsbeschreibung

Für offene und vielseitig interessierte Jugendliche, die gern mit Menschen umgehen, ist der Beruf Hauswirtschafter/in genau das Richtige. Er bietet abwechslungsreiche und interessante Beschäftigungen in Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und Senioren, in Kliniken, Tagungsstätten oder Gastronomiebetrieben sowie in Familienhaushalten und Haushalten hilfsbedürftiger Menschen. Betreuungs- und Serviceaufgaben gehören ebenso zum Aufgabenfeld wie die Zubereitung von Speisen oder die Unterstützung alter Menschen im Alltag. Offenheit, Bereitschaft zur Teamarbeit, Kreativität und eigenverantwortliches Handeln sind wichtige Voraussetzungen für diesen Beruf.  

Anforderungen

  • praktisches Geschick bei häuslichen Arbeiten
  • Freude, Menschen zu helfen und mit ihnen umzugehen
  • Interesse an Ernährungs-, Gesundheits- und Umweltfragen
  • betriebswirtschaftliches Interesse
  • Fähigkeit, selbstständig zu arbeiten und zu planen
  • Verantwortungsbereitschaft
  • Organisationstalent
  • Fähigkeit, Probleme zu lösen

Ausbildungs-dauer

  • drei Jahre
  • unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich

Ausbildungs-betrieb

  • Ausbildung nur in anerkannten Ausbildungsstätten
  • duale Ausbildung, d. h. betriebliche und schulische Ausbildung verlaufen parallel
  • zwischen dem Ausbildungsbetrieb und dem Auszubildenden wird ein schriftlicher Aus-bildungsvertrag geschlossen
  • Ausbildung bei Bildungsträgern möglich
  • die Bildungsberater der Landkreise sind bei der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb behilflich (Adressen unter www.smul.sachsen.de/bildung - Ausbildungsberatung)

2. Ausbildungsinhalte

  • Organisation von Arbeitsabläufen im Haushalt
  • Speisenzubereitung und Service
  • Gestalten von Räumen und des Wohnumfelds
  • Reinigen und Pflegen von Textilien
  • Vorratshaltung und Warenwirtschaft
  • personenorientierte Gesprächsführung und Motivation
  • hauswirtschaftliche Betreuungsleistungen
  • Hilfe leisten bei Alltagsverrichtungen
  • Bearbeiten betrieblicher Geschäftsvorgänge

 

2.1  Überbetriebliche Ausbildung

  • ergänzt und vertieft die im Betrieb und in Berufsschule erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse
  • nähere Informationen unter www.smul.sachsen.de/bildung - Überbetriebliche Ausbildung

 

2.2  Berichtsheftführung

Dem Lehrling und Umschüler wird empfohlen, das berufsspezifische Berichtsheft aus dem Landwirtschaftsverlag Münster-Hiltrup (http://www.lv-berichtshefte.de/) als wertvolle Lern- und Arbeitshilfe zu führen.
Hinweise zum aktiven Gebrauch des Berichtsheftes finden Sie im entsprechenden Merkblatt.

Ein umfassend geführtes Berichtsheft ist eine wertvolle Lernhilfe in Vorbereitung auf die Zwischen- und Abschlussprüfung.
Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung nach § 43 Absatz 1 Berufsbildungsgesetz ist der geführte schriftliche Ausbildungsnachweis (Bestandteil des empfohlenen Berichtsheftes).
Das Führen von schriftlichen Ausbildungsnachweisen dient dabei folgenden Zielen:

  • Der zeitliche und sachliche Ablauf der Ausbildung im Betrieb, in der überbetrieblichen Ausbildung und in der Berufsschule wird für alle Beteiligten nachvollziehbar und nachweisbar gemacht.
  • Aus den Aufzeichnungen muss erkennbar sein, welche Fertigkeiten, Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen gemäß der jeweiligen Ausbildungsordnung vermittelt worden sind.
  • Auszubildende und Ausbilder werden zur Reflexion über Inhalt und Verlauf der Ausbildung angehalten (Abgleich von individuellem Ausbildungsplan und Ausbildungsnachweis).
  • Im Streitfall zwischen Ausbildendem und Auszubildenden kann der Ausbildungsnachweis als wichtiger Nachweis des Ausbildungsverlaufes dienen.

Der schriftliche Ausbildungsnachweis ist mit der Anmeldung zur Zwischenprüfung bzw. Abschlussprüfung vorzulegen. Wurde der schriftliche Ausbildungsnachweis nicht ordnungsgemäß geführt, dann muss die Zulassung zur Abschlussprüfung versagt werden.

3. Prüfungen

3.1  Zwischenprüfung

  • Zur Ermittlung des Ausbildungsstands wird eine Zwischenprüfung durchgeführt.

3.2  Abschlussprüfung

  • Die Berufsausbildung endet mit der Abschlussprüfung, die erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse sowie der Berufsschulstoff werden praktisch und schriftlich geprüft.

4. Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

  • Hauswirtschaftsmeister/-in
  • Staatlich geprüfte/r Wirtschafter/-in Hauswirtschaft
  • Staatlich geprüfte/r hauswirtschaftliche/r Betriebsleiter/in 
  • Fachhochschul- oder Hochschulstudium
  • nähere Informationen unter www.smul.sachsen.de/bildung
  • Weiterbildungsangebote des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie www.smul.sachsen.de/vplan

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Bild: Ausbildungsberuf Hauswirtschafter/in

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 91 - Berufliche Bildung, Zuständige Stelle

Ulrike Weber-Loth

Film zum Berufsbild

Ausbildungsberatung/ -betriebe, Berufsschulen

Individueller Ausbildungsplan

Berichtsheftführung

Das vorgeschriebene Berichtsheft für den Ausbildungsberuf ist unter der folgenden Adresse erhältlich:

Landwirtschaftsverlag
Postfach 480210
48165 Münster

Tel.: 02501/8010
Fax: 02501/801204