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Ausbildungsberuf Pferdewirt/in

1. Berufstätigkeit / Berufsbeschreibung

Dieser Beruf ist für viele Pferdefreunde ein Traumberuf, der hohes berufliches Engagement und Einfühlungsvermögen fordert. Naturverbundenheit, Ausdauer und gute schulische Leistungen sind Grundvoraussetzungen zum Erlernen des Berufs. Das Züchten edler Pferde in vielen Rassen und der sich erweiternde Tourismus hat auch in Sachsen den Beruf des Pferdewirts neue Impulse verliehen.

Anforderungen

Keine gesetzlich festgelegten Anforderungen, empfohlen wird der Realschulabschluss

Ausbildungsbetrieb

Die Ausbildung wird in dualer Form durchgeführt, d. h. betriebliche und schulische Ausbildung ergänzen sich. Für die betriebliche Ausbildung ist ein Ausbildungsvertrag schriftlich mit dem Ausbildenden zu schließen.

Ausbildungs-
dauer

Die Ausbildung zum Pferdewirt dauert in der Regel drei Jahre. Bei einer abgeschlossenen Ausbildung in einem anderen Beruf erfolgt die Ausbildung über zwei Jahre (empfohlen werden jedoch drei Jahre).

Fachrichtungen

  1. Pferdehaltung und Service 
  2. Pferdezucht
  3. Klassische Reitausbildung
  4.  Pferderennen
    a) Einsatzgebiet: Rennreiten
    b) Einsatzgebiet: Trabrennfahren
  5. Spezialreitweisen
    a) Einsatzgebiet: Westernreiten
    b) Einsatzgebiet: Gangreiten

 

2. Ausbildungsinhalte

Ausbildungsinhalte Pferdewirt

    • Tiergerechte Pferdehaltung, Tiergesundheit, Tierhygiene
    • Bewegen und Arbeiten mit Pferden, Ausbilden von Pferden
    • Fortpflanzung, Züchtung, Vererbung und Pferderassenkunde
    • Fütterung, Futtergewinnung
    • Dienstleistungen, Kundenorientierung, Marketing
    • Betriebliche Organisation, betriebswirtschaftliche Zusammenhänge
    • Umgang mit fachspezifischen Maschinen und Geräten u. a.


2.1. Überbetriebliche Ausbildung

Zur Ergänzung, Vertiefung und Festigung des im Betrieb und in der Berufsschule erworbenen Wissens und Könnens und zum Ausgleich der Unterschiede, die sich durch Spezialisierung der einzelnen Betriebe ergeben, tragen überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen bei. Im Freistaat Sachsen werden sie für die Fachrichtungen "Pferdehaltung und Service" und "Pferdezucht" im Landgestüt Moritzburg durchgeführt.


2.2. Berichtsheftführung/Schriftlicher Ausbildungsnachweis

Dem Lehrling und Umschüler wird empfohlen, das berufsspezifische Berichtsheft aus dem Landwirtschaftsverlag Münster-Hiltrup (http://www.lv-berichtshefte.de/) als wertvolle Lern- und Arbeitshilfe zu führen.

Hinweis: In den gedruckten Berichtsheften wird im Teil III bei der Unfallverhütung noch nicht die globale Harmonisierung der Gefahrstoffkennzeichnung berücksichtigt. Da hierfür inzwischen alle Übergangsfristen ausgelaufen sind, finden bei allen Kennzeichnungen entsprechender Stoffe nur noch die Gefahrenpiktogramme Anwendung. Deren Kenntnis muss demzufolge von jedem Auszubildenden erwartet werden. Bitte im Berichtsheft enthaltene veraltete Arbeitsblätter austauschen.

Informationen zum aktiven Gebrauch des Berichtsheftes finden Sie im Merkblatt "Hinweise zur Berichtsheftführung".

Ein umfassend geführtes Berichtsheft ist eine wertvolle Lernhilfe in Vorbereitung auf die Zwischen- und Abschlussprüfung.
Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung nach § 43 Absatz 1 Berufsbildungsgesetz ist der geführte schriftliche Ausbildungsnachweis (Bestandteil des empfohlenen Berichtsheftes). Das Führen von schriftlichen Ausbildungsnachweisen dient dabei folgenden Zielen:

  • Der zeitliche und sachliche Ablauf der Ausbildung im Betrieb, in der überbetrieblichen Ausbildung und in der Berufsschule wird für alle Beteiligten nachvollziehbar und nachweisbar gemacht.
  • Aus den Aufzeichnungen muss erkennbar sein, welche Fertigkeiten, Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen gemäß der jeweiligen Ausbildungsordnung vermittelt worden sind.
  • Auszubildende und Ausbilder werden zur Reflexion über Inhalt und Verlauf der Ausbildung angehalten (Abgleich von individuellem Ausbildungsplan und Ausbildungsnachweis).
  • Im Streitfall zwischen Ausbildendem und Auszubildenden kann der Ausbildungsnachweis als wichtiger Nachweis über den Ausbildungsverlauf dienen.

Der schriftliche Ausbildungsnachweis ist mit der Anmeldung zur Zwischenprüfung bzw. Abschlussprüfung vorzulegen. Wurde der schriftliche Ausbildungsnachweis nicht ordnungsgemäß geführt, dann muss die Zulassung zur Abschlussprüfung versagt werden.

3. Prüfungen

Während der Ausbildungszeit wird der Ausbildungsstand in Form einer schriftlichen und praktischen Zwischenprüfung festgestellt. Die Teilnahme an der Abschlussprüfung setzt u. a. die nachgewiesene Zwischenprüfung voraus.

Die Berufsausbildung endet mit der Abschlussprüfung. Erworbene Fertigkeiten und Kenntnisse werden praktisch, schriftlich und mündlich geprüft. Mit der Abschlussprüfung wird die Berufsbezeichnung Pferdewirtin/Pferdewirt mit der entsprechenden Fachrichtung erworben.

4. Fortbildungsmöglichkeiten, Aufstiegschancen

  • Pferdewirtschaftsmeister/in
  • Staatlich geprüfte/r Wirtschafter/in für Landwirtschaft", 
  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in für Landbau
  • Staatlich geprüfte/r Betriebswirt für Agrarwirtschaft 
  • Fachhochschul- oder Hochschulstudium 
  • nähere Angebote unter www.smul.sachsen.de/bildung/21.htm
  • Weiterbildungsangebote des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie unter www.smul.sachen.de/vplan
  • Fortbildung im sportlichen Bereich (Trainer u. a.)

Marginalspalte

Bild: Ausbildungsberuf Pferdewirt/in

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 91 - Berufliche Bildung, Zuständige Stelle

Ines Clausnitzer

Film zum Berufsbild

Ausbildungsberatung/ -betriebe, Berufsschulen

Berichtsheftführung

Das vorgeschriebene Berichtsheft für den Ausbildungsberuf ist unter der folgenden Adresse erhältlich:

Landwirtschaftsverlag
Postfach 480210
48165 Münster

Tel.: 02501/8010
Fax: 02501/801204