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Ausbildungsberuf Fachkraft Agrarservice

1. Berufstätigkeit / Berufsbeschreibung

Fachkraft Agrarservice ist ein neuer, attraktiver und anspruchsvoller Beruf. Ausgebildete Fachkräfte werden als Mitarbeiter in größeren landwirtschaftlichen Betrieben und in Lohnunternehmen benötigt. Zu den Aufgaben gehören Bodenbearbeitung und -bestellung, Pflanzenschutz und Düngung, Ernte, Lagerung und Konservierung sowie die Landschaftspflege. Die Fachkraft Agrarservice kennt sich mit modernster landwirtschaftlicher Technik aus. Das Warten, Pflegen und Instandhalten der Agrartechnik ist wesentlicher Bestandteil des Berufs. Die Fachkraft Agrarservice bietet landwirtschaftliche Dienstleistungen an. Dabei gewinnen Tätigkeiten im Umwelt- und Naturschutz an Bedeutung. Abwechslung erhält der Beruf durch die jahreszeitlich bedingten unter-schiedlichen Arbeitsaufgaben.

 

Anforderungen
  • technisches Grundverständnis und Begeisterung für Agrartechnik
  • Akzeptanz unregelmäßiger Arbeitszeit während der Saison
  • Organisationstalent, Flexibilität
  • Naturverbundenheit und ökologisches Verständnis
  • Zuverlässigkeit und persönliches Engagement
  • Freude am Umgang mit Kunden
  • Betriebspraktikum in der 9. oder 10. Klasse empfohlen
Ausbildungs-dauer
  • drei Jahre
  • unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich

Ausbildungs-
betrieb

  • Ausbildung nur in anerkannten Ausbildungsstätten
  • duale Ausbildung, d. h. betriebliche und schulische Ausbildung verlaufen parallel
  • zwischen dem Ausbildungsbetrieb und dem Auszubildenden wird ein schriftlicher Ausbildungsvertrag geschlossen
  • die Bildungsberater der Landkreise sind bei der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb behilflich (Adressen unter
    www.smul.sachsen.de/bildung - Ausbildungsberatung)

 

2. Ausbildungsinhalte

    • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
    • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebs
    • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
    • Umweltschutz
    • Naturschutz, ökologische Zusammenhänge, Nachhaltigkeit
    • betriebliche Abläufe und Organisation
    • wirtschaftliche Zusammenhänge
    • Bedienen und Führen landwirtschaftlicher Maschinen
    • Pflegen, Warten und Instandhalten von Agrartechnik
    • Pflanzenproduktion
      • Bodenbearbeitung
      • Bestellen und Pflegen von Kulturen
      • Ernten, Lagern und Konservieren pflanzlicher Produkte
      • Kommunikation und Information
      • Dienstleistungen und Kundenorientierung
      • qualitätssichernde Maßnahmen

Die Ausbildung muss an mindestens drei Kulturarten erfolgen.
Zur Auswahl stehen:

  • Halmfrüchte
  • Hackfrüchte
  • Grünland
  • Futterpflanzen
  • Ölfrüchte
  • Sonderkulturen

2.1  Überbetriebliche Ausbildung

2.2  Berichtsheftführung/Schriftlicher Ausbildungsnachweis

Dem Lehrling und Umschüler wird empfohlen, das berufsspezifische Berichtsheft aus dem Landwirtschaftsverlag Münster-Hiltrup (http://www.lv-berichtshefte.de/) als wertvolle Lern- und Arbeitshilfe zu führen. Hinweise zum aktiven Gebrauch des Berichtsheftes finden Sie im entsprechenden Merkblatt.

Ein umfassend geführtes Berichtsheft ist eine wertvolle Lernhilfe in Vorbereitung auf die Zwischen- und Abschlussprüfung.
Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung nach § 43 Absatz 1 Berufsbildungsgesetz ist der geführte schriftliche Ausbildungsnachweis (Bestandteil des empfohlenen Berichtsheftes).
Das Führen von schriftlichen Ausbildungsnachweisen dient dabei folgenden Zielen:

  • Der zeitliche und sachliche Ablauf der Ausbildung im Betrieb, in der überbetrieblichen Ausbildung und in der Berufsschule wird für alle Beteiligten nachvollziehbar und nachweisbar gemacht.
  • Aus den Aufzeichnungen muss erkennbar sein, welche Fertigkeiten, Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen gemäß der jeweiligen Ausbildungsordnung vermittelt worden sind.
  • Auszubildende und Ausbilder werden zur Reflexion über Inhalt und Verlauf der Ausbildung angehalten (Abgleich von individuellem Ausbildungsplan und Ausbildungsnachweis).
  • Im Streitfall zwischen Ausbildendem und Auszubildenden kann der Ausbildungsnachweis als wichtiger Nachweis über den Ausbildungsverlauf dienen.

Der schriftliche Ausbildungsnachweis ist mit der Anmeldung zur Zwischenprüfung bzw. Abschlussprüfung vorzulegen. Wurde der schriftliche Ausbildungsnachweis nicht ordnungsgemäß geführt, dann muss die Zulassung zur Abschlussprüfung versagt werden.

3. Prüfungen

3.1  Zwischenprüfung

  • Zur Ermittlung des Ausbildungsstands wird eine Zwischenprüfung durchgeführt.

3.2  Abschlussprüfung

  • Die Berufsausbildung endet mit der Abschlussprüfung, bei der die erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse sowie der Berufsschulstoff praktisch und schriftlich geprüft werden.

4. Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

  • Meister/-in
  • Staatlich geprüfte/r Wirtschafter/-in für Landwirtschaft
  • Staatlich geprüfte/r Techniker/-in für Landbau
  • Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/-in für Agrarwirtschaft
  • Geprüfte/r Natur- und Landschaftspfleger/-in
  • Fachhochschul- oder Hochschulstudium
  • nähere Informationen unter www.smul.sachsen.de/bildung
  • Weiterbildungsangebote des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie unter www.smul.sachsen.de/vplan

Marginalspalte

Bild: Fachkraft Agrarservice

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 91 - Berufliche Bildung, Zuständige Stelle

Irina Ulbrich

Film zum Berufsbild

Ausbildungsberatung/ -betriebe, Berufsschulen

Berichtsheftführung

Das vorgeschriebene Berichtsheft für den Ausbildungsberuf ist unter der folgenden Adresse erhältlich:

Landwirtschaftsverlag
Postfach 480210
48165 Münster

Tel.: 02501/8010
Fax: 02501/801204

Gesetze / Verordnungen