Grundsätzliche Aufgaben
Ausgangslage
Das Hauptproblem des ländlichen Raumes ist das seit Jahren anhaltende Geburtendefizit. Verschärft wird der Bevölkerungsrückgang durch die seit 1990 fortdauernde Abwanderung, insbesondere von jungen Frauen bzw. deren fehlende Zuwanderung aus anderen Bundesländern. Durch diese Entwicklungen kommt es zu einer zunehmenden Überalterung der Landbevölkerung. Es besteht ständiger Anpassungsbedarf bei der Infrastruktur und den Grundversorgungseinrichtugnen an sinkende Einwohnerzahlen und die sich verändernde Altersstruktur.
Zielstellungen
Die Politik der Sächsischen Staatsregierung ist darauf ausgerichtet, die Potentiale dieses Raums zu entwickeln, sich für die Chancengerechtigkeit in Stadt und Land einzusetzen und die Verbindungen zwischen Stadt und Land zu festigen.
Ein wichtiges ressort- und sektorübergreifendes Instrument zur Umsetzung dieser Politik ist die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE).
Hierzu wurden 2007 von 33 ländlichen Regionen bürgernah und Vorort Integrierte Ländliche Entwicklungskonzepte (ILEK) als Handlungsstrategie entworfen. In einem Wettbewerb wurden hiervon 12 LEADER-Gebiete ernannt. Auf der Grundlage ihrer ILEK und nach eigenen Prioritätensetzungen können alle Regionen bis 2013 wichtige Ziele der ländlichen Entwicklung ressort- und sektorübergreifend umsetzten.
Dabei sind die Förderrichtlinien des Freistaates ein Instrumentarium kommunales und bürgerschaftliches Engagement Vorort zu unterstützen. In vielen Förderrichtlinien des Freistaates wird Projekten, die aus den ILEK entwickelt werden, ein Vorrang eingeräumt, sofern sie die Voraussetzungen der Fachförderung erfüllen.
Auch die Richtlinien des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL), insbesondere die Richtlinie zur Integrierten Ländlichen Entwicklung (RL ILE 2007) sind eine der Hilfen für die Umsetzung der Projekte in den Regionen. Auf der Grundlage der RL-ILE 2007 können über die Regionen Anträge für die Steuerung des ILE-Prozesses und für die Umsetzung von Projekten in den Bereichen Dorfentwicklung, Ländliche Neuordnung, Grundversorgung und Tourismus im ländlichen Raum gestellt werden.
