1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Entwicklung der Dörfer

Ziel der Dorfentwicklung ist die Verbesserung der Lebens- und Beschäftigungsverhältnisse der Bürger in den Dörfern um der Abwanderung, insbesondere der Jugend, aus strukturschwachen ländlichen Gebieten entgegenzuwirken. Dies soll auf dem Weg einer ganzheitlichen, d. h. wirtschaftlich tragfähigen, sozial ausgewogenen, ökologisch verträglichen und somit nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raumes erfolgen. Die Ergebnisse von vorliegenden »Integrierten ländlichen Entwicklungskonzepten« oder verfügbaren regionalen Planung/Strategien sind hierbei zu berücksichtigen. Sinnvoll sind deshalb folgende Aktivitäten von Bürgern, Vereinen, und Kommunen, die in gewissem Umfang mit Fördermitteln unterstützt werden können:

  • Entwicklungsstrategien, die auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind, selbst erarbeiten,
  • Wertschöpfung in der Region durch Nutzung kleiner Stoffkreisläufe und insbesondere durch Einbindung der Land- und Forstwirtschaft erhöhen,
  • Natürliche Lebensgrundlagen erhalten,
  • Infrastrukturausstattung unter Nutzung innovativer Technologien verbessern,
  • Regionale kulturelle Identität stärken und sozialen Ausgleich schaffen,
  • typische Siedlungsstrukturen und Bauformen erhalten und weiterentwickeln.

Im Einzelnen kommt es auf die Qualität der Vorhaben an, z. B.

  • Bau von Abwasserentsorgungssystemen, die auf die örtlichen Verhältnisse abgestimmt sind (Kleine Kläranlagen, innovative standortangepasste Systeme),
  • dorfgerechten Straßen- und Wegebau (bei Ausbaubreite, Linienführung, Versiegelungsgrad, Ausstattung mit Beleuchtung die verschiedenen Ansprüche und Folgekosten beachten - d. h. auch dorfgerecht und verkehrsgerecht ausbauen),

Beispielprojekt

  • Schaffung von Möglichkeiten zur ortsnahen Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen sowie zur Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien,

Beispielprojekte

  • Schaffung von dörflichen Gemeinschaftseinrichtungen,

Beispielprojekt

  • Schaffung der Voraussetzungen zur Ansiedlung junger Familien durch Förderung des Erwerbs von leerstehender Bausubstanz für eigene Wohnzwecke,

Beispielprojekte

  • Umnutzung leerstehender ländlicher Bausubstanz für eine wirtschaftliche Nutzung, gemeinschaftliche Zwecke oder zur Wohnnutzung, Gebäuderecycling ist besser als Neubau auf der »Grünen Wiese«,

Beispielprojekt

  • Qualitätsvolle Außenrenovierung ländlicher, ortsbildprägender Bausubstanz, die wirtschatlichen oder gemeinnützigen Zwecken dient,
  • Abbruch von nicht mehr genutzten und nicht erhaltenswürdigen Gebäuden, Wiederverwertung von Bauteilen und Baustoffen.