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Ländlicher Raum

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Reitwegenetz in Sachsen

Die Nachfrage nach touristischen Angeboten rund ums Pferd ist in den letzten Jahren in Deutschland deutlich gestiegen. Der Reittourismus kann als ein Marktsegment mit Zukunft angesehen werden, das sich besonders durch seine Vielseitigkeit auszeichnet. Vom ein- oder mehrwöchigen Reiturlaub im hochklassigen Reit- und Sporthotel über den Bauern- bzw. Reiterhof mit Übernachtungen im Heu bis hin zum Veranstaltungstourismus mit entsprechenden Festen, Paraden und Turnieren rund ums Pferd ist alles vertreten.

Im Jahr 2007 wurde von einem Gesamtpferdebestand von 24.541 Tieren für Sachsen einschließlich nichtlandwirtschaftlicher Pferdehaltung ausgegangen. Der Anteil der Pony- und Kleinpferderassen am Gesamtpferdebestand macht 46,6 % aus und unterstreicht ihre große Bedeutung im Freizeitbereich.

In den landwirtschaftlichen Unternehmen Sachsens werden ca. 7.000 eigene Großpferde gehalten, zuzüglich noch schätzungsweise der gleichen Anzahl Pensionspferde (Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft). Dies bestätigt die Zahl von 14.762 Pferden, die zum 03.05.2007 in landwirtschaftlichen Betrieben (z.B. mind. 2 ha landwirtschaftliche Fläche) in Sachsen gehalten wurden (Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen).

Seit 1998 wird auf Initiative des Landesverbandes Pferdesport Sachsen e.V. und mit Unterstützung des SMUL an der Entwicklung des Reitroutennetzes in Sachsen gearbeitet.

Das Projekt wird in drei verschiedenen Phasen auf freiwilliger Basis in den Landkreisen umgesetzt:

  1. Phase der Konzeption und rechtlichen Sicherung
    a) Erfassung aller im Landkreis ansässigen pferdehaltenden Einrichtungen mit reittouristischem Angebot
    b) Analyse möglicher nutzbarer Wege für das Reiten in Zusammenarbeit mit den Reiterhöfen, Forstämtern usw. (z.B. Eigentumsfrage, Anbindung an Forstwege usw.)
    c) rechtliche Sicherung (Beschlussvorlagen für Kommunen, Gestattungsverträge für Privateigentümer)
  2. Beschilderungsphase
    a) Erarbeitung der Beschilderungskonzeption
    b) Antragsbewilligung beim zuständigen Amt für Ländliche Neuordnung
    c) Beschilderung und evtl. Instandsetzung der Routen
  3. Marketingphase
    a) reittouristische Karte
    b) Angebote, z.B. beim zuständigen Tourismusverband
    c) Zertifizierung „Sachsen mit Pferd“ (ist jedoch seit 2005 nicht mehr Bestandteil der Projektarbeit, da sie sachsenweit über die regionalen Tourismusverbände umgesetzt wird).

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Weitere Informationen

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