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Lehr- und Versuchsgut Köllitsch

Im Lehr- und Versuchsgut (LVG) gehören Bildung und angewandte Forschung zum landwirtschaftlichen Betrieb. Ein Kamerateam begleitet einen angehenden Landwirt in moderne Ausbildungsstätten, Tierhaltungsanlagen, auf landwirtschaftliche Flächen und in das neu erbaute Lehrlingswohnheim.

Organisatorische Zuordnung und Aufgabenspektrum des Lehr- und Versuchsgutes Köllitsch

Das Lehr- und Versuchsgut Köllitsch ist Teil des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, das als obere Landesbehörde ein breites Aufgabenspektrum im Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft wahrnimmt. Dem Lehr- und Versuchsgut Köllitsch obliegen dabei

  • Durchführung der überbetrieblichen Ausbildung für die Ausbildungsberufe Landwirt und Tierwirt für den Freistaat Sachsen und den südlichen Teil Brandenburgs
  • Fortbildung von landwirtschaftlichen Praktikern, Beratern und anderen Fachkräften
  • Durchführung von Versuchen, Erprobungen und Demonstrationen
  • Durchführung der Leistungsprüfung von Schweinen und Schafen auf Station
  • Demonstration einer nachhaltigen und umweltgerechten Landwirtschaft, verbunden mit der Umsetzung eines agrarökologischen Landschaftskonzeptes

Der landwirtschaftliche Betrieb

Die Grundsätze der Bewirtschaftung widerspiegeln die agrarpolitischen Ziele des Freistaates Sachsen und sind auf eine nachhaltige, wettbewerbsfähige und umweltgerechte Landbewirtschaftung ausgerichtet. 70 Prozent der Flächen liegen in Schutzgebieten (Naturschutzgebiet; Wasserschutzzone II und III, FFH-Gebiet).
Die Böden der Elbaue sind fruchtbar, aber schwer zu bearbeiten. Die geringen Niederschläge mit einer ausgeprägten Sommertrockenheit sind wesentliche, ertragsbegrenzende Faktoren.
Nähere Informationen zum Betrieb finden Sie unter Daten und Fakten.

Historischer Abriss

Das Gut Köllitsch entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch die Übernahme mehrerer Bauernhöfe und war bis Ende 1945 im Besitz der Familie Fritz Petsch-Kunze.
Vor mehr als 100 Jahren, im Jahre 1882, wurde in der bereits damals im Staatsbesitz befindlichen Domäne Packisch unter Aufsicht von Herrn Pasteur aus Paris der erste Impfversuch in Deutschland gegen den Milzbranderreger an 12 Rindern und 50 Schafen erfolgreich durchgeführt.
Seit 1950 trug das Gut den Namen VEG Tierzucht Köllitsch. 1962 wurde das VEG Tierzucht Köllitsch der VVB Tierzucht angegliedert.
Durch den Freistaat Sachsen wurde 1992 das ehemalige volkseigene Gut Köllitsch aufgrund langjähriger Erfahrungen in der beruflichen Bildung und anwendungsorientierten Forschung übernommen und in die Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft mit dem Ziel integriert, ein Zentrum für Bildung und angewandte Forschung zu entwickeln. Dies wurde durch den Beschluss des Sächsischen Landtages vom 25.02.1994, die überbetriebliche Ausbildung für die Berufe Landwirt und Tierwirt für den Freistaat Sachsen im LVG Köllitsch durchzuführen, untersetzt.Heute gehört das Lehr-und Versuchsgut zum Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.
Im gleichen Jahr wurde der Fachbereich »Tierische Erzeugung« (damals noch Fachbereich »Tierzucht, Fischerei und Grünland«) der sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Köllitsch angesiedelt.

In Abstimmung mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung erfolgt seit 1996 die Umsetzung des 1994 erarbeiteten Konzeptes.
Unterstützt durch Förderung des BIBB enstanden in den letzten Jahren moderne Lehrwerkstätten, sowie ein neues Wohnheim und Veranstaltungsräume.

Köllitsch mit der Tierproduktionsanlage im vorderen rechten Teil des Bildes und der Rolandstadt Belgern im hinteren Teil des Bildes

Das Lehr- und Versuchsgut Köllitsch, Foto: Matthias Löwig

Köllitsch mit dem Fluß Elbe im Vordergrund

Marginalspalte

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Ondrej Kunze

Impressionen vom Tag der offenen Tür am 14. Juni 2014

3.1 Abbildung 39790

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