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Staumeisterei Weißeritz

Die Staumeisterei Weißeritz mit ihrem Sitz in Klingenberg betreibt und unterhält folgende wasserwirtschaftliche Anlagen: die Talsperre Klingenberg mit ihrer Vorsperre und den Vorbecken Röthenbach und Hennersdorf, die Talsperre Lehnmühle sowie die Talsperre Malter mit ihrer Vorsperre und das Hochwasserrückhaltebecken Reinhardsgrimma.

Talsperre Klingenberg

Die Trinkwassertalsperre Klingenberg im Erzgebirge ist ein frühes Meisterwerk des berühmten Architekten Hans Poelzig. Sie wurde zwischen 1908 und 1914 gebaut. Ursprünglich hieß sie Friedrich-August-Talsperre und war somit dem letzten sächsischen König gewidmet. Heute steht die gekrümmte Staumauer aus Bruchsteinen unter Denkmalschutz.

Die Talsperre Klingenberg versorgt im Verbund mit den Talsperren Lehnmühle, Rauschenbach und Lichtenberg den gesamten Weißeritzkreis, die Stadt Freital und 60 Prozent der Stadt Dresden mit Trinkwasser.

Fast 100 Jahre lang war die Stauanlage ununterbrochen in Betrieb. Von 2005 bis 2013 wurde die Talsperre Klingenberg in einem der größten Bauvorhaben der Landestalsperrenverwaltung saniert. Im September 2013 fand die feierliche Wiedereinweihung statt.

Talsperre Klingenberg

Talsperre Klingenberg
(Foto: LTV)

Errichtung als »Friedrich-August-Talsperre« Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen [LTV]

Errichtung als »Friedrich-August-Talsperre«

Sanierung der Talsperre Klingenberg Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen [LTV]

Sanierung der Talsperre Klingenberg

Bauzeit 1908 - 1914
Sanierung  2005 - 2013 
Gestautes Gewässer Wilde Weißeritz
Gesamteinzugsgebiet 89,4 km² (davon 12,3 km² in Tschechien)
Stauraum 16,38 Mio. m³
davon Betriebs- und Reserveraum 14,42 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinmauerwerk mit gekrümmter Achse sowie mit einer wasserseitigen, hinter einem Schutzmantel liegenden Dichtung aus Preolitanstrichen
Höhe über der Gründungssohle 40 m
Höhe über der Talsohle 33,5 m
Höhe der Mauerkrone 394 m ü. NN
Kronenlänge 310 m
Kronenbreite 6,2 m
Bauwerksvolumen 118.000 m³
Rohwasserabgabe zur Trinkwasseraufbereitung 1000 l/s
Garantierte Wildbettabgabe 50 l/s
Bemessungshochwasser BHQ1 145m ³/s
Bemessungshochwasser BHQ2 225 m³/s

 

Vorsperre Klingenberg

Die alte Vorsperre Klingenberg ist beim Hochwasser 2002 stark beschädigt und zunächst provisorisch wieder errichtet worden. Mit dem Beginn der Sanierung der Talsperre Klingenberg entstand zwischen 2006 und 2008 eine neue Vorsperre. Der neue Damm ist circa zehn Meter hoch und damit vier Meter höher als die bisherige Vorsperre. Außerdem wurde der zerstörte Zuflusspegel an einem außerhalb des Einstaubereiches der Vorsperre liegenden, hochwasserfreien Standort neu gebaut. Oberhalb der Vorsperre wurde eine neue Wildholzsperre errichtet, die die ehemalige Laub- und Astfanganlage ersetzt.

Bauzeit Neubau: 2006 - 2008
Art des Absperrbauwerkes Erddamm
Höhe der Dammkrone 400,5 m ü. NN (Werksnetz)
Kronenlänge 140 m
Kronenbreite 5 m

Vorbecken Röthenbach

Dieses Vorbecken befindet sich oberhalb der Talsperre Klingenberg am Ortsausgang Röthenbach. Das Absperrbauwerk ist ein Erddamm.

Bauzeit 1948 - 1950, 1958 - 1959
Art des Absperrbauwerkes Erddamm
Höhe über der Talsohle 4 m
Höhe der Dammkrone 453,2 m ü. NN
Kronenlänge 72,7 m
Kronenbreite 4 m
Speicherraum 0,004 Mio. m³
Vollstau = höchstes Stauziel 452,4 m ü NN

Vorbecken Hennersdorf

Dieses Vorbecken befindet sich oberhalb der Talsperre Klingenberg bei Hennersdorf nahe der Talsperre Lehnmühle.

Bauzeit 1948 - 50
Art des Absperrbauwerkes Erddamm
Höhe über der Talsohle 3,3 m
Höhe der Dammkrone 525,3 m ü. NN
Kronenlänge 100 m
Kronenbreite 3 m
Speicherraum 0,006 Mio. m³
Vollstau = höchstes Stauziel 524,4 m ü NN

Talsperre Lehnmühle

Nach dem Bau der Talsperren Klingenberg und Malter wurde 1927 im Tal der Wilden Weißeritz in der Nähe von Dippoldiswalde mit dem Bau der Talsperre Lehnmühle begonnen. Durch das Tal des Staubeckens führte einst die alte Zinnstraße vom Altenberger und Niederpöbeler Zinnnerzgebiet zu den Freiberger Hütten. Die damalige Lehnmühle, nach der die Talsperre benannt ist, stand unterhalb der Staumauer und wurde 2007 wegen Baufälligkeit abgerissen.

Die Talsperre Lehnmühle liefert im Verbund mit der Talsperre Klingenberg Rohwasser zur Trinkwasserversorgung der Städte Dresden und Freital. Sie ist damit ein wichtiger Teil des Talsperrenverbundsystems Osterzgebirge. Außerdem wird die Talsperre Lehnmühle für den Hochwasserschutz und die Gewinnung von Elektroenergie genutzt. Sie hat eine wichtige Funktion als Speicher und Vorsperre für die Talsperre Klingenberg. Die Talsperre Lehnmühle selbst besitzt jedoch keine Vorsperre.

Staumauer der Talsperre Lehnmühle

Talsperre Lehnmühle 
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

Bauzeit 1927 - 1931
Gestautes Gewässer Wilde Weißeritz
Einzugsgebiet 60,4 km²
Stauraum 21,916 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes Gewichtsstaumauer aus Bruchstein mit gerader Achse
Höhe über der Gründungssohle 48,9 m
Höhe über der Talsohle 41,6 m
Höhe der Mauerkrone 525,6 m ü. NN
Kronenlänge 521 m
Kronenbreite 4 m
Bauwerksvolumen 170.000 m³
Garantierte Wildbettabgabe 30 l/s

Talsperre Malter

Die Talsperre Malter hat eine sehr lange Vorgeschichte. Bereits seit 1864 gab es mehrere Anläufe, ein Staubecken im Weißeritztal zu bauen. Jedoch verliefen die Vorhaben im Sande. Erst das verheerende Julihochwasser von 1897 gab letztendlich den endgültigen Ausschlag für den Bau einer Talsperre. Die Fluten zerstörten 320 Häuser und rissen 19 Menschen in den Tod. Die Talsperre Malter wurde von 1908 bis 1913 im Tal der Roten Weißeritz südlich von Dresden gebaut. Noch heute dient sie hauptsächlich dem Hochwasserschutz und der Brauchwasserbereitstellung. Außerdem wird an der Talsperre Elektroenergie erzeugt. Da aus ihrem Wasser kein Trinkwasser gewonnen wird, hat sich die Talsperre Malter zu einem beliebten Naherholungsgebiet entwickelt. Seit Jahrzehnten ist sie ein Paradies für Wassersportler, Angler und Naturfreunde. Gleich drei Strandbäder und zwei Campingplätze ziehen im Sommer viele Besucher an. In der Umgebung gibt es außerdem zahlreiche Gaststätten, Hotels und Privatunterkünfte sowie Tennisplätze, Minigolf und Bootsverleih.

Entnahmeturm der Talsperre Malter

Entnahmeturm der Talsperre Malter
(Foto: LTV)

Bauzeit 1908 - 1913
Gestautes Gewässer Rote Weißeritz
Gesamteinzugsgebiet 104,6 km²
Stauraum 8.780.000 m³
Art des Absperrbauwerkes Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinmauerwerk mit gekrümmter Achse
Höhe über der Gründungssohle 34 m
Höhe über der Talsohle 26,8 m
Höhe der Mauerkrone 335 m ü. NN
Kronenlänge 193 m
Kronenbreite 6,1 m
Bauwerksvolumen 75.000 m³
Garantierte Wildbettabgabe 40 l/s

Vorsperre Malter

Die Talsperre Malter verfügt über eine Vorsperre. Sie ist anders als die Hauptsperre, die aus Bruchsteinen besteht, ein Erd und Steinschüttdamm.

Art des Absperrbauwerkes homogener Erddamm
Höhe über der Gründungssohle 8,9 m
Höhe über der Talsohle 8,4 m
Höhe der Dammkrone 325,24 m ü. NN
Kronenlänge 75 m
Kronenbreite 6 m

Hochwasserrückhaltebecken Reinhardtsgrimma

Das Hochwasserrückhaltebecken Reinhardtsgrimma ist das kleinste Becken des Hochwasserrückhaltesystems Osterzgebirge. Es liegt am Lockwitzbach in der Nähe von Dippoldiswalde im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die Stauanlage fasst lediglich 0,384 Millionen Kubikmeter Wasser. Sie ist auch unter dem Namen »Rückhaltebecken Niederfrauendorf« bekannt. Bei Hochwasser wird in dem so genannten grünen Becken der Lockwitzbach gestaut. Das Wasser bleibt also nicht dauerhaft in der Anlage. Sie ist für ein 1000-jährliches Hochwasser ausgelegt und war beim Augusthochwasser 2002 fast vollständig gefüllt.

Bauzeit 1965 - 1969
Gestautes Gewässer Lockwitzbach
Einzugsgebiet 8,429 km²
Stauraum 0,384 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes Erddamm mit geneigter Innendichtung aus Lehm (Lehmsporn und -schürze) und einem einreihigen Dichtungsschleier
Höhe über der Gründungssohle 17,4 m
Höhe über der Talsohle 16,4 m
Höhe der Mauerkrone 380 m ü. NN
Kronenlänge 150 m
Kronenbreite 3 m
Bauwerksvolumen 60.000 m³

Marginalspalte

Sitz der Staumeisterei Weißeritz

Foto der Staumeisterei Weißeritz

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