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Staumeisterei Radeburg

Die Staumeisterei Radeburg mit ihrem Sitz in Radeburg, betreibt und unterhält folgende wasserwirtschaftliche Anlagen: das Speichersystem Radeburg mit den Speichern Radeburg I und II sowie die Talsperren Nauleis und Wallroda.

Speichersystem Radeburg

Die beiden Speicher Radeburg I und II in der Nähe der Autobahn A 13 bilden das Speichersystem Radeburg. Ursprünglich wurde mit dem gespeicherten Wasser - insbesondere in den Sommermonaten - zahlreichen Mühlen die Wasserkraftnutzung, Industriebetrieben in Großenhain und Gröditz die Brauchwasserentnahme und der Landwirtschaft die Bewässerung von Flächen ermöglicht. Heute dienen sie im Verbund vor allem dem Hochwasserschutz, der Trinkwasserversorgung (Speicher Radeburg II) und weiteren Nutzungen zur Brauchwasserversorgung. Damals wie heute dient das Speichersystem auch der Regulierung von 300 Hektar Teichanlagen um Zabeltitz und Tiefenau, in denen gewerbliche Fischerei betrieben wird.
Die beiden Speicher sind von sehr unterschiedlicher Größe. Radeburg II enthält fast zehnmal so viel Wasser wie Radeburg I. Ihr Bau wurde bereits 1936 geplant und genehmigt. Aber durch kriegsbedingte Unterbrechungen (zwischen 1943 - 1947) konnte das Speichersystem erst 1953 in Betrieb genommen werden, nachdem der 5,12 Kilometer lange Überleitungskanal und der Speicher Radeburg II fertig gestellt waren.

 

Speicher Radeburg I

Der Speicher Radeburg I, auch als Stausee Radeburg bezeichnet, entstand zwischen 1937 und 1939.  Im Speichersystem Radeburg hat er die Funktion eines Verteilerbeckens.
Das Absperrbauwerk des Speichers, ein Erddamm mit einer Innendichtung aus Ton, staut das Wasser der Großen Röder zu einem See mit einem Fassungsvermögen von rund 0,7 Millionen Kubikmetern Wasser. Als Staudamm dient der zeitgleich 1938 gebaute Autobahndamm der A13. Für ihn mussten die Planungen für den Speicher I und auch für den Überleitungskanal nochmals neu bearbeitet werden. Über diesen Kanal wird, zur Hochwasserentlastung der Großen Röder und auch zur eigentlichen Speicherung, Wasser nach Radeburg II geleitet.

Speicherbecken Radeburg 1

Speicher Radeburg I 
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

Bauzeit 1937 - 1939 
Gestautes Gewässer Große Röder
Gesamteinzugsgebiet 303,423 km²
Stauraum 0,690 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes Erdstaudamm mit geneigter Innendichtung aus Lehm, der Damm ist Bestandteil des Autobahndammes der Autobahn Dresden – Berlin (A13)
Höhe über der Gründungssohle 10 m
Höhe über der Talsohle 6,5 m
Höhe der Dammkrone 148,95 m ü. NN
Kronenlänge 270 m
Kronenbreite 2 m

Speicher Radeburg II

Der Speicher Radeburg II wurde zwischen 1939 und 1953 gebaut und besteht aus zwei Teilflächen, dem Großteich Zschorna und dem Breiten Teich. Durch sie werden der Dobrabach und der Springbach gestaut. Der schon 1550 angelegte Großteich wurde für den Speicher mit dem Breiten Teich und einem vergrößerten Damm erweitert. Damit vergrößerte sich die Fläche des Speichers Radeburg II von ursprünglich 70 Hektar auf insgesamt mehr als 280 Hektar. Dabei wurden auch mehrere Hälterteiche (Fischzuchtgewässer) überstaut.

Durch natürliche Versickerung reichert der Speicher Radeburg II Grundwasser an und sichert somit die Wassergewinnung für Brunnen im Gebiet Brockwitz/Rödern. Außerdem wird er in begrenztem Umfang für die Fischzucht genutzt.

Der Speicher mit seinen Ufern sowie seinem Umfeld wurde bereits 1954 zum Naturschutzgebiet »Zschornaer Teiche« erklärt. Seit 1981 gilt er außerdem als ein international bedeutsames Vogelschutzgebiet.

Speicher Radeburg 2

Speicher Radeburg II 
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

Bauzeit 1939 - 1953
Gestautes Gewässer Dobrabach, Springbach
Gesamteinzugsgebiet 28,62 km²
Stauraum 8,9 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes Erddamm mit geneigter Innendichtung aus Ton und Lehm
Höhe über der Gründungssohle 10,3 m
Höhe über der Talsohle 9,1 m
Höhe der Mauerkrone 146,6 m ü. NN
Kronenlänge 1.775,5 m
Kronenbreite 3 m
Rohwasserabgabe über Grundwasseranreicherung 135 l/s
Garantierte Wildbettabgabe 50 l/s

 

Talsperre Nauleis

Die Talsperre Nauleis befindet sich nordwestlich von Radeburg und staut den Hopfenbach, einen Nebenfluss der Großen Röder. Die Anlage wurde von 1988 bis 1991 für die Brauchwasserversorgung der Landwirtschaft gebaut. Heute dient die Talsperre dem Hochwasserschutz, der Fischerei und der Niedrigwasserregulierung. Eine touristische Nutzung ist in dem angestauten Gewässer nicht vorgesehen.

Talsperre Nauleis

Talsperre Nauleis
(Foto: LTV)

Bauzeit 1988 - 1991
Gestautes Gewässer Hopfenbach
Gesamteinzugsgebiet 32,57 km²
Stauraum 1,27 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes Haupt-Kiesdamm mit geneigter Innendichtung aus Lehm und 2 Randdämmen
Höhe über der Gründungssohle 9,5 m
Höhe über der Talsohle 8,5 m
Höhe der Dammkrone 145,5 m ü. NN
Kronenlänge 860 m
Kronenbreite 3 m
Garantierte Wildbettabgabe 15 l/s

Talsperre Wallroda

Die Talsperre Wallroda liegt nördlich von Dresden in der Nähe von Radeberg. Sie wurde erst in den Jahren 1986 bis 1989 errichtet und staut das Wasser des Steinbaches, eines Nebenflusses der Großen Röder. Obwohl ihr Fassungsvermögen verhältnismäßig klein ist – es beträgt nur 0,84 Millionen Kubikmeter – hat der Staudamm aus Sand und Kies recht eindrucksvolle Dimensionen: Er ist rund 10 Meter hoch und etwa 200 Meter lang.

Als die Talsperre Wallroda gebaut wurde, sollte sie vor allem den Wasserbedarf der Landwirtschaft in der Region Radeberg/Großerkmannsdorf sicherstellen. Von vornherein war jedoch auch beabsichtigt, die Anlage für die Fischerei zu nutzen. Die Talsperre hat heute außerdem eine Hochwasserschutzfunktion und dient der Niedrigwasseraufhöhung der Großen Röder. Am Nordufer wurde ein Campingplatz angelegt, Baden und Wassersport sind jedoch nicht erlaubt.

Talsperre Wallroda

Talsperre Wallroda
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

Bauzeit 1986 - 1989
Gestautes Gewässer Steinbach
Gesamteinzugsgebiet 10,883 km²
Stauraum 0,84 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes Damm aus Kiessand mit geneigter innenliegender PVC-Dichtung
Höhe über der Gründungssohle 11,6 m
Höhe über der Talsohle 10,1 m
Höhe der Dammkrone 260,89 m ü. NN
Kronenlänge 200 m
Kronenbreite 3 m
Garantierte Wildbettabgabe 5 l/s

Marginalspalte

Sitz der Staumeisterei Radeburg

Foto der Staumeisterei Radeburg

Foto der Staumeisterei Radeburg

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