Laborleistungen
Das Labor des Referates 43 (Bodenmonitoring, Standortserkundung, Labor) im Kompetenzzentrum Wald und Forstwirtschaft des Staatsbetriebes Sachsenforst beschäftigt sich mit bodenkundlich-analytischen Fragestellungen. Die Untersuchungstätigkeit ist dabei ausschließlich auf Probenmaterial aus eigenem Aufkommen sowie die Palette der anorganischen Elementanalytik fokussiert.
Feststoffproben
Es werden Boden-, Humus-, Pflanzenproben (inkl. Streufall) auf ihren Gehalt an Nährstoffen und Spurenelementen untersucht. Dazu kommen sowohl speziell auf forstwissenschaftlichen Fragestellungen angepasste als auch für den internationalen Vergleich notwendige europaweit standardisierte Verfahren und Analysegeräten (ICP, Elementaranalysator, AAS) zur Anwendung.
Wasserproben
Aus Forstlichen Intensivmess- und Versuchsflächen werden wöchentlich, 14-tägig oder monatlich Proben aus dem Regenniederschlag, dem Oberflächenwasser und aus Saugkerzen (Lysimetern) auf ihre chemische Zusammensetzung hin untersucht. Alle relevanten anorganischen Parameter wie Säuregrad, Alkalinität, eLF, Anionen, Kohlenstoff- und Stickstoffverbindungen, Kationen und z. T. Spurenelemente werden erfasst. Auch hier kommen abgestimmte Methoden und Geräte wie ICP, CFA-Analyzer (automatisiertes photometrisches Verfahren), AAS oder Titratoren zum Einsatz.
Bodenphysik
An Proben aus Standortkartierungs-, Bodeninventur- und Forstversuchsflächen werden in diesem Laborteil die "klassischen" bodenphysikalischen Parameter wie z.B. Lagerungsdichte, Wassergehalt, Feinboden- und Skelettanteile ermittelt. Für intensive Wasserhaushaltsuntersuchungen erfolgt der Aufbau der Messmethodik zur Korngrößenanalyse (Laser-Partikel-Analyse).
Qualitätssicherung
Im Labor erfolgt die Qualitätssicherung über ein spezielles Methodenhandbuch für Forstliche Analytik des entsprechenden Gutachterausschusses (GAFA) des BMELV, die fortwährende Analyse von Referenzproben mit zertifizierten Gehalten und über die Teilnahme an bundes- und europaweiten Ringanalysen des GAFA und der EU bzw. UNECE/ICP-Forest. Mit Landeslabors u. a. in BW, BY, NRW und dem von-Tünen-Institut (vTI) des BMELV bestehen Kooperationen zur Methodik der passiven NH3-Imissionsmessung. Im Laborinformations- und Managementsystem (LIMS) werden sowohl die Probendaten (Georeferenz, Tiefenstufe/Horizont, Nadeljahrgang, Probenahmetermin u. a.) als auch die chemischen Messergebnisse und die Informationen zur einzelnen Probe (Prüfplan, Methode) verwaltet.

