Geogefahren
Geogefahren sind Naturerscheinungen, welche durch geologische Phänomene ausgelöst und z. T. auch durch menschliche Einwirkungen verstärkt werden können. Zu den dominierenden Geogefahren im Freistaat Sachsen zählen neben Erdbeben auch Massenbewegungen (Felsstürze, Steinschläge, Rutschungen). Letztere sind im Allgemeinen schwerkraftbedingte, hangabwärts gerichtete Verlagerungen von Gesteinsmassen, welche plötzlich auftreten oder sich als langsame Kriechbewegungen äußern.
Massenbewegungen zu erkennen und zu begegnen, ihre Ursachen, räumliche Verteilungen und zeitliche Häufigkeiten zu ermitteln sowie deren Auswirkungen auf Personen und Sachgüter abzuschätzen, ist eine Aufgabe des Referates Ingenieurgeologie des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Die hierbei gewonnene räumliche Information und Erfassung in Karten dient als Basisinformation für eine Gefahrenanalyse.
Standortbezogene Gefahrenbeurteilungen werden durch fachliche Aufnahme-/ und Erstbewertungen (ggf. durch Messungen unterstützt) durchgeführt. Voraussetzung für eine derartige Vorgehensweise ist ein frühzeitiges Erkennen von Gefahrenbereichen durch Schaffung entsprechender Ereigniskataster.
Themen
-
Erdbeben
In SW-Sachsen werden immer wieder sog. Schwarmbeben registriert, überw. von geringer Stärke. Aufgrund der Intensität (z. T. > 6,5 auf der MSK-Skala) treten hier die Erdbebenzonen 1 und 2 auf. Die DIN 4149:2005-4 gibt Vorgaben für erdbebensicheres Bauen. -
Massenbewegungen
Eine Felssturz- und Steinschlagdatenbank dokumentiert die verschiedenen Massenbewegungen im Freistaat Sachsen.

