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Solarenergienutzung

Gute Bedingungen für die Solarenergienutzung in Sachsen

In Sachsen bestehen für die Solarenergienutzung günstige Bedingungen. In der folgenden Karte ist die langjährige mittlere Globalstrahlung (Summe der direkten und indirekten Sonneneinstrahlung) für den Zeitraum 1981 bis 2000 dargestellt.

Mittlere Globalstrahlung in Sachsen, 1981 bis 2000 (Quelle: Deutscher Wetterdienst)

Bedingt durch den Verlauf der Mittelgebirge Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge, Fichtelgebirge, Elstergebirge und Erzgebirge treten bei aus süd-westlicher Richtung heranziehenden Tiefdruckgebieten in den nördlich dazu gelegenen Gebieten Sachsens häufig Föhnwetterlagen auf. Diese sind u.a. durch geringe Bewölkung und geringe Feuchtigkeit gekennzeichnet.

Als Ergebnis dessen weist die Karte besonders hohe Globalstrahlungswerte für die mittelsächsischen Gebiete nördlich des Erzgebirges aus – bis etwa 1100 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Diese sächsische »Strahlungsinsel« nimmt mit rund 6.200 qkm etwa ein Drittel der Fläche des Freistaates Sachsen ein.

Sächsische »Sonnenkraftwerke« auf höchstem technologischen Stand

Sonnenernergie kann in Photovoltaik-Anlagen in Elektroenergie umgewandelt werden. Dazu werden Solarzellen benutzt, die zu Solarmodulen verbunden sind.

Lage von Photovoltaik-Anlagen (Freiflächen- und Dachanlagen) im Freistaat Sachsen, Stand: 31.12.2006 (Quelle: LfUG)

Die Karte zeigt, wo Ende 2006 in Sachsen Photovoltaik-Anlagen installiert waren. Deutlich wird, dass insbesondere die größeren Photovoltaik-Kraftwerke und -Dachanlagen im Bereich der sächsischen »Strahlungsinsel« errichtet wurden.

Ende 2006 waren in Sachsen 13 Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Spitzenleistung von  25 MWp in Betrieb. Darunter befinden sich zwei Anlagen, die mit zweifacher Nachführung der Solarmodule ausgerüstet sind und damit dem derzeit höchsten internationalen technologischen Stand entsprechen. Die Nachführung der Module entsprechend des Sonnenstandes sichert diesen Anlagen ein Ertragsmaximum. Planungen für weitere »Sonnenkraftwerke« befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

Hohes Flächenpotential für weitere Anlagen

Ähnlich wie bei der Nutzung der Windenergie bleibt die Photovoltaik nicht konfliktfrei, da für die Aufstellung der Solarmodule ausreichende Flächen verfügbar sein müssen.

In Sachsen steht dazu folgendes Flächenpotential zur Verfügung (Quelle: IE Leipzig):

  • 4.200 ha Dachflächen auf Wohn- und Nichtwohngebäuden,
  • 1.100 ha Fassadenflächen sowie
  • 9.200 ha Freiflächen.

Bisher wurde erst ein sehr kleiner Teil dieser Flächen genutzt.

Für Dach- und Fassadenanlagen bieten Neubauten den Vorteil, dass die Projektanten auf Photovoltaik-gerechte Gebäudeausrichtung und Dachneigung Einfluss nehmen können.

Freiberg, Photovoltaik-Kraftwerk »Rotvorwerk« mit zweifacher Modul-Nachführung und einer Leistung von 560 kWp (Fotografie: Schlegel, 24.10.2006. © LfUG)

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