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Feststellung der Gleichwertigkeit von im Ausland erworbenen Bildungsnachweisen

1. Bundesrechtlich geregelte Berufe (»Anerkannte Ausbildungsberufe«)

Das am 06. Dezember 2011 erlassene »Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung von im Ausland erworbenen Bildungsabschlüssen« mit Gesetz über die Feststellung der Gleichwertigkeit von Berufsqualifikationen (Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz - BQFG) als Artikel 1 begründet das Recht auf Überprüfung eines im Ausland erworbenen Ausbildungsnachweises hinsichtlich seiner Gleichwertigkeit mit einem mit einem bundesrechtlich geregelten »Referenzberuf«. Dieses Recht gilt unabhängig von der Staatsangehörigkeit und dem Aufenthaltsstatus der Antragsteller, setzt aber die Absicht zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit in Deutschland voraus.

Informationsportal der Bundesregierung

Verweis zum Informationsportal der Bundesregierung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

Im Bereich der »Grünen Berufe« gehören zu den »Referenzberufen« alle anerkannten Ausbildungsberufe nach § 4 des Berufsbildungsgesetzes.

Der Antrag auf Feststellung der Gleichwertigkeit ist stets bei der für die Ausbildung im jeweiligen Referenzberuf zuständigen Stelle einzureichen. Dies sind im Freistaat Sachsen je nach Berufsgruppe:

Landwirtschaft, Gartenbau, Hauswirtschaft, Milchwirtschaft:

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 91 - Berufliche Bildung

Martina Borkert

Forstwirtschaft:

Staatsbetrieb Sachsenforst

Referat 11 Personal, Aus- und Fortbildung, Organisation

Gerrit Schulze

2. Berufsabschlüsse gemäß landesrechtlicher Regelungen (Fachschulabschlüsse)

Fortbildungen an landwirtschaftlichen Fachschulen des Freistaates Sachsen (Wirtschafter/in für Landwirtschaft, Wirtschafter/in für Gartenbau, Wirtschafter/in für Hauswirtschaft, Techniker/in für Landbau, Hauswirtschaftliche/r Betriebsleiter/in, Betriebswirt/in für Agrarwirtschaft, Techniker/in für Umwelt und Landschaft, Techniker/in für Garten- und Landschaftsbau, Techniker/in für Gartenbau) sind nach der Sächsischen Fachschulordnung geregelt.

Die Prüfung der Gleichwertigkeit erfolgt somit ebenfalls nach Landesrecht, d. h. nach dem Sächsischen Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz.

Anträge auf Feststellung der Gleichwertigkeit mit einem landwirtschaftlichen Fachschulabschluss sind zu richten an:

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Referat 31 - Grundsatzfragen, Agrarpolitik, Recht

Dr. Johannes Stiehler

3. Sonstige Regelungen

Für in der Deutschen Demokratischen Republik erworbene oder staatlich anerkannte schulische, berufliche und akademische Abschlüsse oder Befähigungsnachweise gilt § 37 des »Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands (Einigungsvertrag)«. Anträge auf Feststellung der Gleichwertigkeit im Bereich der »Grünen Berufe« sind an die o. g. je nach Abschlussart und Beruf zuständigen Stellen bzw. Behörden zu richten.

Inhaber akademischer Auslandsabschlüsse im Bereich der Land- und Forstwirtschaft (Diplom, Bachelor, Master) wenden sich bitte direkt an die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen.

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Ansprechpartner

Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Referat 31 - Grundsatzfragen, Agrarpolitik, Recht

Dr. Johannes Stiehler

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 91 - Berufliche Bildung

Martina Borkert

Staatsbetrieb Sachsenforst

Referat 11 Personal, Aus- und Fortbildung, Organisation

Gerrit Schulze