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Förderrichtlinie Wald und Forstwirtschaft - RL WuF/2014

aktuelle Informationen:

  • Die RL WuF/2014 wurde um Waldschutzmaßnahmen in Folge von Extremwetterereignissen erweitert. Die geänderte Fassung der RL WuF/2014 wird nach Erscheinen im März auf dieser Seite eingestellt. Förderanträge können ab sofort gestellt werden.

Falls Sie die Umsetzung planen, setzen Sie sich bitte mit dem zuständigen Revierleiter des Staatsbetriebes Sachsenforst in Verbindung. Geplante oder bereits begonnene Maßnahmen sind bitte mit der geschätzten Schadholzmenge beim zuständigen Revierleiter oder beim örtlichen Forstbezirk formlos oder per Formblatt anzuzeigen. Die Anzeige kann z. B. per E-Mail oder auch im Rahmen eines Beratungsgespräches erfolgen. 

  • Wichtiger Hinweis für Waldbesitzer mit geförderten Verjüngungsmaßnahmen nach der RL WuF/2014, die durch die Dürre/Trockenheit im Jahr 2018 erheblich beschädigt wurden:

    Erhebliche Schäden an Forstkulturen durch die langanhaltende Dürre/Trockenheit in einigen Teilen Sachsens können nach Prüfung des Einzelfalles als „außergewöhnliche Umstände“ anerkannt werden. Als am stärksten gefährdet gelten Flächen, welche im Herbst 2017oder im Frühjahr 2018 aufgeforstet wurden.

    Schäden an Forstkulturen sind erheblich wenn die gepflanzten Bäume großflächig (mind. 50 % der Fläche oder auf einer zusammenhängenden Fläche von mind. einem Hektar) vernichtet sind. Geringere, kleinflächige Ausfälle von Pflanzen zählen nicht dazu. Diese sind durch den Waldbesitzer nachzubessern, so dass die Forstkultur am Ende der Zweckbindungsfrist dem Förderziel entspricht.

    Gemäß Pkt. 11.8. der Nebenbestimmungen für ELER-finanzierte Vorhaben sind die Begünstigten verpflichtet, Fälle außergewöhnlicher Umstände der Bewilligungsbehörde innerhalb von 15 Arbeitstagen nach dem Zeitpunkt, ab dem der Begünstigte hierzu in der Lage ist, schriftlich mitzuteilen.

    Die Schäden sind nach Ort und Ausmaß zu dokumentieren (möglichst inkl. Fotos) und der Bewilligungsbehörde mitzuteilen. Es wird darum gebeten, bei der Meldung die Identnummer des Fördervorhabens anzugeben, damit eine zügige Zuordnung gewährleistet  werden kann. Die Bewilligungsbehörde überprüft dann die Schäden vor Ort, entscheidet über die Anerkennung und informiert anschließend die Waldbesitzer.
     
  • Auszahlungsantrag online mit DIANAweb: Seit 1. Juli 2018 ist der Zugang zu DIANAweb über die Internetseite www.diana.sachsen.de freigeschaltet. Die Bearbeitung des Auszahlungsantrages für die Fördergegenstände Richtlinie Teil 1 (ELER) erfolgt direkt im Browser, so dass kein Programm lokal auf dem Rechner installiert werden muss. Eine Neuerfassung von Auszahlungsanträgen im »alten DIANA« (Client Variante) ist nicht mehr möglich. Es können dort nur noch bereits erstellte Auszahlungsanträge abgeschlossen und eingereicht werden.

 

Ziel und Inhalt:

  • Stärkung der Widerstandsfähigkeit und des ökologischen Wertes der Wälder und Schutz der Naturgüter im Wald
  • Unterstützung einer beständigen Entwicklung der Forstwirtschaft im ländlichen Raum
  • Überwindung struktureller Bewirtschaftungshemmnisse im kleinstrukturierten Privatwald und Verbesserung der Absatzbedingungen in der Forstwirtschaft durch besitzübergreifende Zusammenarbeit insbesondere im Rahmen Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse (FZ)
  • Waldflächenmehrung durch Erstaufforstung
  • Waldschutzmaßnahmen zur Bewältigung von Extremwetterfolgen

 

Zuwendungsfähige Maßnahmen:

  • Richtlinie Teil 1 – ELER-Mittel (EU):
     
    • Erschließung forstwirtschaftlicher Flächen (Forstwege)
    • Anlagen zur Waldbrandüberwachung
    • Waldumbau außerhalb von Schutzgebieten
    • Verjüngung natürlicher gebietsheimischer Waldgesellschaften in Schutzgebieten
    • Ausarbeitung von Waldbewirtschaftungsplänen
       
  • Richtlinie Teil 2 – GAK-Mittel (Bund):
     
    • Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse (Zusammenfassung Holzangebot, Waldpflegeverträge, Professionalisierung von Zusammenschlüssen)
    • Erstaufforstung
    • Waldschutzmaßnahmen zur Bewältigung von Extremwetterfolgen

Antragsberechtigt:

je nach Fördergegenstand:

  • private und körperschaftliche Waldbesitzer
  • Landkreise / kommunale Träger (Anlagen zur Waldbrandüberwachung)
  • anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse nach § 15 Bundeswaldgesetz
  • Teilnehmergemeinschaften nach dem Flurbereinigungsgesetz und Jagdgenossenschaften nach § 9 Bundesjagdgesetz (Wegebau)
  • Eigentümer / Bewirtschafter potentieller Erstaufforstungsflächen

(ausgenommen sind der Bund und das Land)

Konditionen:

  • Investitionsförderung mit Anteilsfinanzierung in Form eines einmaligen Zuschusses
  • Festbetragsfinanzierung bei Förderung forstlicher Zusammenschlüsse und bei Waldschutzmaßnahmen zur Bewältigung von Extremwetterfolgen (Teil 2 RL WuF/2014)

Aufrufe und Stichtage Antragstellung:

  • Fördergegenstände Richtlinie Teil 1 (ELER)

Gegenwärtig ist nur ein Aufruf zur Bodenschutzkalkung veröffentlicht.

  • Vorhabenauswahlkriterien
    Vorhabenauswahlkriterien im Rahmen des „Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum“ gemäß Art. 49 ELER-Verordnung
  • Fördergegenstände Richtlinie Teil 2 (GAK)

Für die GAK-finanzierten Fördergegenstände (Förderung forstlicher Zusammenschlüsse und Erstaufforstung) gilt der jährliche Stichtag 31. Oktober für Vorhaben, die im folgenden Jahr bewilligt werden sollen (Posteingang in der Bewilligungsbehörde). Die Antragsunterlagen werden immer rechtzeitig vor dem genannten Stichtag veröffentlicht.

Für die einzelnen Waldschutzmaßnahmen zur Bewältigung von Extremwetterfolgen ist ein ganzjähriges Antragsverfahren möglich.

Antragsstelle:

Antrags- und Bewilligungsstelle ist das zuständige Referat des Staatsbetriebes Sachsenforst (siehe Infobox rechts oben).

Antragsunterlagen:

  • Fördergegenstände Richtlinie Teil 1 (ELER)
     

Antragsformulare:

Elektronischer Auszahlungsantrag für investive Maßnahmen – DIANAweb:

Zugang zu DIANAweb erhalten Sie über die Internetseite www.diana.sachsen.de.

 

Bitte reichen Sie mit den notwendigen Unterlagen (Rechnungen, Zahlungsnachweise usw.) die ausgefüllte  Anlage zum Auszahlungsantrag ein, um eventuelle Abweichungen zwischen dem beantragten und realisierten Vorhaben zu erläutern. Außerdem ist diese Anlage Pflicht bei den Fördergegenständen „Ausarbeitung von Waldbewirtschaftungsplänen“, „Waldumbau außerhalb von Schutzgebieten“ und „Verjüngung in Schutzgebieten“.

Hinweis:
Die Auszahlungsanträge für die ELER-Maßnahmen sollen bevorzugt über das Programm DIANAweb gestellt werden. Bitte informieren Sie sich vor der erstmaligen Nutzung anhand der o. a. Anwenderdokumentation und arbeiten die Schritte entsprechend ab.

Hinweis:
Es sind sämtliche Ausgaben für ein Vorhaben mit einem Auszahlungsantrag abzurechnen. Darüber hinaus sind die Belegliste und die weiteren teilvorhabensspezifischen Anlagen zusammen mit dem Auszahlungsantrag bei der Bewilligungsbehörde einzureichen. Weitere notwendige Unterlagen entnehmen Sie bitte dem Bewilligungsbescheid und/oder der Seite 2 des Auszahlungsantrages.

  • Fördergegenstände Richtlinie Teil 2 (GAK)

Antragsformulare Förderung forstlicher Zusammenschlüsse und Erstaufforstung:

Die Antragsformulare werden rechtzeitig vor dem nächsten Stichtag hier veröffentlicht.

Antragsformulare Waldschutzmaßnahmen 9 und 10 Bau und Betrieb von Holzlagerplätzen: (normales Verfahren: Förderantrag – Bewilligung – Verwendungsnachweis)                                                                       

Hinweis:
Es sind der Verwendungsnachweis, die Anlage und die Belegliste des jeweiligen Vorhabens bei der Bewilligungsbehörde einzureichen. Weitere notwendige Unterlagen entnehmen Sie bitte dem Bewilligungsbescheid und/oder der Seite 2 des Verwendungsnachweises.

  • weiterführende Hinweise

Karten für die Antragsunterlagen mit den betroffenen Flurstücken und Waldflächen können z. B. mit dem Internet-Kartendienst für Waldbiotope am Rechner leicht selbst erstellt werden. Über die Steuerung der thematischen Kartenebenen (auf dem Bildschirm rechts unten) können z. B. Flurstücke, forstliche Waldeinteilung und vieles mehr eingeblendet werden.

wichtiger Hinweis für öffentliche Antragsteller:
Öffentliche Aufträge müssen auch unterhalb von Schwellenwerten für formale Vergabeverfahren mit einem Mindestmaß an Transparenz und Öffentlichkeit vergeben werden, wenn auch Bewerber aus anderen EU-Staaten als Auftragnehmer in Frage kommen (»Binnenmarktrelevanz«, siehe nachfolgenden Link).