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Förderrichtlinie Wald und Forstwirtschaft - RL WuF/2014

aktuelle Informationen:

  • Hier finden Waldbesitzer aktuelle Informationen zum Bearbeitungsstand der Förderanträge, zum Zeitplan der Auszahlung und Hinweise für zukünftige Anträge.
     
  • Wichtiger Hinweis für Waldbesitzer mit geförderten Verjüngungsmaßnahmen nach den RL WuF/2007 und WuF/2014, die durch die Stürme »Herwart« und »Friederike« erheblich beschädigt wurden:

    Die Sturmereignisse sind eine Naturkatastrophe für die Forstwirtschaft im Freistaat Sachsen.  Erhebliche Schäden an geförderten Verjüngungsflächen (Forstkulturen), die sich noch innerhalb der fünfjährigen Zweckbindungsfrist nach RL WuF/2007 oder RL WuF/2014 befinden, gelten als »Fälle höherer Gewalt«. Die Zweckbindungsfrist beginnt mit der Auszahlung des Förderbetrages. Alle geförderten Waldumbau- und sonstige Verjüngungsmaßnahmen innerhalb und außerhalb von Schutzgebieten, die ab November 2012 ausgezahlt wurden können also potentiell betroffen sein. Ebenfalls betroffen können bereits durchgeführte Maßnahmen sein, die jedoch noch nicht ausgezahlt wurden und bei denen somit die Zweckbindungsfrist noch nicht läuft.

    Erhebliche Schäden an Forstkulturen bedeuten, dass die gepflanzten Bäume großflächig (mind. 50 % der Fläche oder auf einer zusammenhängen Fläche von mind. einem Hektar) vernichtet sind. Geringere, kleinflächige Ausfälle von Pflanzen oder ausschließliche Schäden an Wildschutzzäunen zählen nicht dazu. Diese sind durch den Waldbesitzer nachzubessern oder zu reparieren, so dass die Forstkultur am Ende der Zweckbindungsfrist dem Förderziel entspricht.

    Gemäß Pkt. 11.8. der Nebenbestimmungen für ELER-finanzierte Vorhaben sind die Begünstigten verpflichtet, Fälle höherer Gewalt oder außergewöhnlicher Umstände der Bewilligungsbehörde innerhalb von 15 Arbeitstagen nach dem Zeitpunkt, ab dem der Begünstigte hierzu in der Lage ist, schriftlich mitzuteilen.

    Die Schäden sind nach Ort und Ausmaß zu dokumentieren (möglichst inkl. Fotos) und der Bewilligungsbehörde mitzuteilen. Es wird darum gebeten, bei der Meldung die Registrier- bzw. Identnummer des Fördervorhabens anzugeben, damit eine zügige Zuordnung gewährleistet ist. Die Bewilligungsbehörde überprüft dann die Schäden vor Ort, entscheidet über die Anerkennung und informiert anschließend die Waldbesitzer.
    Neue Verjüngungs- und Wegebaumaßnahmen auf den vom Sturm betroffenen Flächen werden über die RL WuF/2014 gefördert. Die nächsten Aufrufe zum Einreichen von Förderanträgen nach RL WuF/2014 werden voraussichtlich im Mai 2018 (Waldumbau- und Verjüngungsmaßnahmen) und August 2018 (Wegebau) veröffentlicht. Der Stichtag für Waldumbau- und Verjüngungsmaßnahmen wird der 31. Oktober 2018 sein, für Erschließungsmaßnahmen (Wegebau) der 31. Dezember 2018.

    Auch in den Folgejahren (2019/2020) ist geplant mindestens einmal jährlich einen Aufruf für Waldumbau- und Verjüngungsmaßnahmen und Wegebauvorhaben zu veröffentlichen.
    Es gibt keine zusätzlichen Förderprogramme für Sturmschäden außerhalb der RL WuF/2014.
     
  • Auszahlungsantrag online mit DIANA: Nunmehr besteht die Möglichkeit, den Auszahlungsantrag für die Fördergegenstände Richtlinie Teil 1 (ELER) vorzugsweise über das Programm DIANA zu stellen. Dadurch wird doppelter Aufwand bei der Erfassung von Belegen verhindert und durch die eingebauten Plausibilitätsprüfungen die Qualität der Auszahlungsanträge erhöht.
     

Ziel und Inhalt:

  • Stärkung der Widerstandsfähigkeit und des ökologischen Wertes der Wälder und Schutz der Naturgüter im Wald
  • Unterstützung einer beständigen Entwicklung der Forstwirtschaft im ländlichen Raum
  • Überwindung struktureller Bewirtschaftungshemmnisse im kleinstrukturierten Privatwald und Verbesserung der Absatzbedingungen in der Forstwirtschaft durch besitzübergreifende Zusammenarbeit insbesondere im Rahmen Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse (FZ)
  • Waldflächenmehrung durch Erstaufforstung

 

Zuwendungsfähige Maßnahmen:

  • Richtlinie Teil 1 – ELER-Mittel (EU):
    • Erschließung forstwirtschaftlicher Flächen (Forstwege und Holzlagerplätze)
    • Anlagen zur Waldbrandüberwachung
    • Waldumbau außerhalb von Schutzgebieten
    • Verjüngung natürlicher gebietsheimischer Waldgesellschaften in Schutzgebieten
    • Ausarbeitung von Waldbewirtschaftungsplänen
  • Richtlinie Teil 2 – GAK-Mittel (Bund):
    • Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse (Zusammenfassung Holzangebot, Waldpflegeverträge)
    • Erstaufforstung

Antragsberechtigt:

je nach Fördergegenstand:

  • private und körperschaftliche Waldbesitzer
  • Landkreise / kommunale Träger (Anlagen zur Waldbrandüberwachung)
  • anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse nach § 15 Bundeswaldgesetz
  • Teilnehmergemeinschaften nach dem Flurbereinigungsgesetz und Jagdgenossenschaften nach § 9 Bundesjagdgesetz (Wegebau)
  • Eigentümer / Bewirtschafter potentieller Erstaufforstungsflächen

(ausgenommen sind der Bund und das Land)

Konditionen:

  • Investitionsförderung mit Anteilsfinanzierung in Form eines einmaligen Zuschusses
  • Festbetragsfinanzierung bei Förderung forstlicher Zusammenschlüsse (Teil 2 RL WuF/2014)

Aufrufe und Stichtage Antragstellung:

  • Fördergegenstände Richtlinie Teil 1 (ELER)

Aktuell ist kein Aufruf veröffentlicht. Nach gegenwärtiger Planung werden im Mai 2018 die Aufrufe für die Fördergegenstände Waldumbau außerhalb von Schutzgebieten und Verjüngung natürlicher gebietsheimischer Waldgesellschaften in Schutzgebieten veröffentlicht.

 

  • Vorhabenauswahlkriterien
    Vorhabenauswahlkriterien im Rahmen des „Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum“ gemäß Art. 49 ELER-Verordnung
  • Fördergegenstände Richtlinie Teil 2 (GAK)

Für die GAK-finanzierten Fördergegenstände (Förderung forstlicher Zusammenschlüsse und Erstaufforstung) gilt der jährliche Stichtag 31. Oktober für Vorhaben, die im folgenden Jahr bewilligt werden sollen (Posteingang in der Bewilligungsbehörde). Es werden keine gesonderten Aufrufe veröffentlicht.

Antragsstelle:

Antrags- und Bewilligungsstelle ist das zuständige Referat des Staatsbetriebes Sachsenforst (siehe Infobox rechts oben).

Antragsunterlagen:

  • Fördergegenstände Richtlinie Teil 1 (ELER)
     

Elektronischer Auszahlungsantrag für investive Maßnahmen – DIANA:

Hinweis:
Die Auszahlungsanträge für die ELER-Maßnahmen sollen bevorzugt über das Programm DIANA gestellt werden. Bitte informieren Sie sich vor der erstmaligen Nutzung anhand der o. a. Anwenderdokumentation und arbeiten die Schritte entsprechend ab.

Hinweis:
Es sind sämtliche Ausgaben für ein Vorhaben mit einem Auszahlungsantrag abzurechnen. Darüber hinaus sind die Belegliste und die weiteren teilvorhabensspezifischen Anlagen zusammen mit dem Auszahlungsantrag bei der Bewilligungsbehörde einzureichen. Weitere notwendige Unterlagen entnehmen Sie bitte dem Bewilligungsbescheid und/oder der Seite 2 des Auszahlungsantrages.

  • Fördergegenstände Richtlinie Teil 2 (GAK)

Hinweis:
Es sind der Verwendungsnachweis, die Anlage und die Belegliste des jeweiligen Vorhabens bei der Bewilligungsbehörde einzureichen. Weitere notwendige Unterlagen entnehmen Sie bitte dem Bewilligungsbescheid und/oder der Seite 2 des Verwendungsnachweises.

  • weiterführende Hinweise

Karten für die Antragsunterlagen mit den betroffenen Flurstücken und Waldflächen können z. B. mit dem Internet-Kartendienst für Waldbiotope am Rechner leicht selbst erstellt werden. Über die Steuerung der thematischen Kartenebenen (auf dem Bildschirm rechts unten) können z. B. Flurstücke, forstliche Waldeinteilung und vieles mehr eingeblendet werden.

wichtiger Hinweis für öffentliche Antragsteller:
Öffentliche Aufträge müssen auch unterhalb von Schwellenwerten für formale Vergabeverfahren mit einem Mindestmaß an Transparenz und Öffentlichkeit vergeben werden, wenn auch Bewerber aus anderen EU-Staaten als Auftragnehmer in Frage kommen (»Binnenmarktrelevanz«, siehe nachfolgenden Link).