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Informationen für Lieferanten

Eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg des EU-Schulprogrammes in Sachsen ist die regelmäßige Belieferung der Kitas und Schulen mit frischen, qualitativ hochwertigen Produkten.

Interessierte Erzeuger, Direktvermarkter sowie Einzel- oder Großhändler können sich als Lieferanten für eine oder beide Produktgruppen am Programm beteiligen. Voraussetzung ist, dass sie vom LfULG als Lieferant für das EU-Schulprogramm zugelassen sind.

Ablauf des Verfahrens im Überblick

Nachfolgend ist der Ablauf des Verfahrens im Überblick dargestellt. Detaillierte Informationen sind auf den weiterführenden Seiten zu finden.

  1. Antrag auf Zulassung als Lieferant beim LfULG einreichen
    → Zulassungsbescheid durch das LfUL
  2. Kontaktaufnahme zu teilnehmenden Einrichtungen und Abschluss von Liefervereinbarungen
  3. Antrag auf Bewilligung von Unionsbeihilfen/ Förderung der Umsatzsteuer zusammen mit den Liefervereinbarungen beim LfULG einreichen
    → Bewilligungsbescheid durch das LfULG
  4. regelmäßige, kostenlose Lieferung der Produkte an die Einrichtungen, monatliche Bestätigung der Lieferung durch die Einrichtungen auf dem Liefernachweis
  5. monatlicher Antrag auf Auszahlung von Unionsbeihilfen/ Förderung der Umsatzsteuer für die gelieferten Produktmengen
    → Auszahlung der Unionsbeihilfe/ Umsatzsteuer

Produktpreise

Jede beihilfefähige Liefermenge wird mit einem festgesetzten Pauschalpreis vergütet. Beihilfefähig ist der Bruttobetrag (Nettopreis pro Kilogramm in Euro zzgl. Umsatzsteuer).

Zulassung als Lieferant

Um als Lieferant im Rahmen des EU-Schulprogrammes in Sachsen aktiv zu werden, ist eine Zulassung durch das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) erforderlich.

Grundsätzlich kann jeder Betrieb, der als Lebensmittelunternehmer gemäß Art. 6 der Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene registriert bzw. zugelassen ist, einen Antrag auf Zulassung als Lieferant für das EU-Schulprogramm stellen. Voraussetzung ist, dass der Antragsteller den mit der Zulassung verbundenen Verpflichtungen zustimmt.

Gemeinsam mit dem Antrag auf Zulassung ist eine Bestätigung der Registrierung als Lebensmittelunternehmer des zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes einzureichen.

Antragsteller, die keine Betriebsnummer (BNR 10) für die Förderung aus Mitteln Europäischer Agrarfonds haben, reichen zusätzlich den Erfassungsbogen zur Zuteilung einer Betriebsnummer (BNR 10) ein.

Nach Eingang aller erforderlichen Antragsunterlagen erfolgt die Antragsprüfung. Die Zulassung wird mit schriftlichem Bescheid durch das LfULG erteilt.

Gleichzeitig mit der Zulassung wird der Antragsteller in die Liste der zugelassenen Lieferanten aufgenommen und auf der Internet-Seite des EU-Schulprogrammes Sachsen veröffentlicht.

  • Zulassungsformulare
  • Liefervereinbarungen

    Nach der Zulassung als Lieferant für das EU-Schulprogramm Sachsen können Liefervereinbarungen mit den am Programm teilnehmenden Kinderkrippen, Kindergärten sowie Grund- und Förderschulen (Einrichtungen) abgeschlossen werden. Alle teilnehmenden Einrichtungen sind auf der Internet-Seite des EU-Schulprogrammes Sachsen veröffentlicht.

    Die Liefervereinbarungen werden für ein Schuljahr abgeschlossen.

    Antrag auf Bewilligung

    Bevor die Belieferung der Einrichtungen beginnen kann, ist der Antrag auf Bewilligung von Unionsbeihilfen/ Förderung der Umsatzsteuer für das EU-Schulprogramm auszufüllen und gemeinsam mit den Liefervereinbarungen beim LfULG einzureichen.

    Das LfULG erstellt auf dieser Grundlage einen Bewilligungsbescheid für das Schuljahr.

    Achtung: Erst nach Erhalt des Bewilligungsbescheides, frühestens jedoch zum 1. August kann mit der Belieferung der Einrichtungen begonnen werden!

    Lieferschein und -nachweis

    Für jede Lieferung übergibt der Lieferant der Einrichtung einen Lieferschein. Nach Beendigung des jeweiligen Liefermonats fasst der Lieferant sämtliche Lieferscheine in einem monatlichen Liefernachweis zusammen. Für jede Einrichtung ist ein separater Liefernachweis zu erstellen.

    Im Liefernachweis werden die gelieferten Produkte, das Lieferdatum und die Liefermengen aufgelistet. Sowohl der Lieferant, als auch die Einrichtung müssen diesen Liefernachweis durch Stempel und Unterschrift quittieren.

    Achtung: Die Quittierung muss nach der letzten Lieferung datiert sein.

    Sämtliche Liefernachweise werden dem Antrag auf Auszahlung im Original beigefügt. Die Lieferscheine müssen nicht eingereicht werden, sind jedoch sowohl vom Lieferanten, als auch von der Einrichtung mindestens 5 Jahre aufzubewahren und bei Vor-Ort-Kontrollen vorzulegen.

    Antrag auf Auszahlung

    Die Beantragung der Unionsbeihilfe und die Förderung der Umsatzsteuer erfolgt monatsweise. Der Antrag auf Auszahlung kann frühestens nach Beendigung der letzten Lieferung im jeweiligen Monat eingereicht werden und gilt erst als gestellt, wenn er vollständig vorliegt.

    Der vollständige Antrag besteht aus dem Antrag auf Auszahlung einer Unionsbeihilfe/Förderung der Umsatzsteuer, der Anlage zum Antrag und zusätzlich aus einem Liefernachweis für jede belieferte Einrichtung.

    Die auszuzahlende Unionsbeihilfe berechnet sich aus der gelieferten Produktmenge und dem für das jeweilige Produkt festgelegten Preis. Die beantragte Produktmenge darf die bewilligte Menge (siehe Bewilligungsbescheid) nicht überschreiten. Überlieferte Mengen sind nicht beihilfefähig!

    Antragsfristen

    Der Antrag muss innerhalb von 3 Monaten nach Ablauf des Monats, auf den er sich bezieht, eingereicht werden. Bei einer Überschreitung der Antragsfrist um 1 bis 30 Tage wird die Beihilfe um 5 Prozent gekürzt. Bei einer Überschreitung um 31 bis 60 Tage wird die Beihilfe um 10 Prozent gekürzt. Bei einer Fristüberschreitung um mehr als 60 Tage wird die Beihilfe für jeden weiteren Kalendertag um 1 Prozent des verbleibenden Restbetrages gekürzt.

    Liefermonat Antragsfrist
    August

    30. November 2017

    September

    31.Dezember 2017

    Oktober

    31. Januar 2018

    November

    28. Februar 2018

    Dezember

    31. März 2018

    Januar

    30. April 2018

    Februar

    31. Mai 2018

    März

    30. Juni 2018

    April

    31. Juli 2018

    Mai

    31. August 2018

    Juni

    30. September 2018

    Juli

    31. Oktober 2018

     

    Marginalspalte

    Bild: Kind mit Äpfeln in der Hand

    Ansprechpartner

    Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

    Referat 92

    Ansprechpartner

    Ulrike Schlenter
    Mario Bauer
    Dieter Wietek
    Beate Saalbach

    Durchwahl Telefon:
    -3525 bis -3529

    gefördert durch

    3.1 Abbildung 6664

    EU-Schulprogramm