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Informationen für Einrichtungen

Eine gesunde und ausgewogene Ernährungsweise sind für die Entwicklung und den Lernerfolg von Kindern unerlässlich. Mit dem EU-Schulprogramm bietet sich die Chance, Kindern in sächsischen Kinderkrippen und Kindergärten sowie Grund- und Förderschulen eine kostenlose Extra-Portion Obst, Gemüse und Milch anzubieten und dadurch gesunde Ernährung schmackhaft zu machen.

Durch gemeinsames Essen und Trinken in der Gruppe bzw. Klasse können neue Erfahrungen gesammelt und die Akzeptanz für die Produkte verbessert werden. Die pädagogische Begleitung des Programmes in den Einrichtungen soll gleichzeitig das Wissen und die Kompetenzen der Kinder im Umgang mit den Produkten erweitern.

Das EU-Schulprogramm in Sachsen richtet sich an Kinderkrippen und Kindergärten sowie Grund- und Förderschulen der Klassenstufen 1 bis 4 (Einrichtungen).

Ablauf des Verfahrens im Überblick

Nachfolgend ist der Ablauf des Verfahrens im Überblick dargestellt. Detaillierte Informationen sind auf den weiterführenden Seiten zu finden.

  1. Bewerbung (Online-Verfahren) für das EU-Schulprogramm
  2. Veröffentlichung der teilnehmenden Einrichtungen (Internet)
  3. Suche nach einem zugelassenen Lieferanten (Internet) und Abschluss einer Liefervereinbarung
  4. regelmäßige, kostenlose Belieferung mit Obst/Gemüse bzw. Milch/Joghurt

Damit das Programm in den Einrichtungen erfolgreich umgesetzt werden kann, sind einige Aufgaben bzw. Anforderungen zu beachten, wie zum Beispiel:

  • abstimmen der Liefermodalitäten mit dem Lieferanten
  • verteilen und ggf. reinigen/zerkleinern der Produkte
  • anbringen des Schulprogramm-Posters bzw. Information auf der Homepage der Einrichtung
  • pädagogische Begleitung des Programmes
  • prüfen/quittieren der Liefernachweise

 

 

Bewerbungsverfahren Schuljahr 2017/2018

Die Bewerbung für das Programm ist ausschließlich über das Online-Verfahren möglich. Briefe, Faxe oder E-Mails werden nicht berücksichtigt!

Bewerbungsstart ist der 31. März 2017

Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich Kinderkrippen und Kindergärten sowie Grund- und Förderschulen (Klassenstufen 1 bis 4). Während sich Grund- und Förderschulen wahlweise für eine oder beide Produktgruppen bewerben können, steht für Kinderkrippen und Kindergärten aufgrund des begrenzten Budgets vorläufig nur die Produktgruppe Milch/Joghurt zur Verfügung.

Was ist beim Ausfüllen des Online-Formulars zu beachten?

Bevor die Bewerbung gestartet wird, sind die Informationen für die Einrichtungen im Internet sowie die Verpflichtungen auf Seite 2 des Online-Formulars genau durchzulesen. Die Verpflichtungen müssen vor dem Absenden des Formulars bestätigt werden.

  • Formularfeld Einrichtungsnummer: Grund- und Förderschulen geben hier den 7-stelligen Dienststellenschlüssel der Schule ein, Kitas lassen dieses Feld leer.
  • Formularfeld voraussichtliche Kinderzahl 2017/2018 in der Einrichtung:

Kinderkrippen und Kindergärten: alle Kinder ohne Hortkinder

Grund- und Förderschulen: Kinder der Klassenstufen 1 bis 4

Das Formular kann gespeichert und ausgedruckt werden. Nur vollständig ausgefüllte Formulare können abgesendet werden. Nach dem Absenden des Formulars wird eine Bestätigungsmail an die im Formular angegebene E-Mail-Adresse versandt.

Wie erfolgt die Auswahl der teilnehmenden Einrichtungen?

Das Budget, das Sachsen von der Europäischen Union für das EU-Schulprogramm erhält, ist begrenzt. Aus diesem Grund können gegebenenfalls nicht alle Einrichtungen, die sich für das Programm bewerben, tatsächlich teilnehmen. Einen Rechtsanspruch auf die Teilnahme am Programm besteht nicht.

Berücksichtigt werden die Bewerbungen in der Reihenfolge ihres Eingangs.

Alle ausgewählten Einrichtungen sind auf der Internetseite www.schulobst-milch.sachsen.de veröffentlicht. Eine gesonderte Benachrichtigung der Einrichtungen erfolgt nicht.

Zusammenarbeit mit Lieferanten

Liefervereinbarung

Sobald die teilnehmenden Einrichtungen auf der Internetseite zum EU-Schulprogramm veröffentlicht sind, können sie sich einen zugelassenen Lieferanten suchen und mit diesem eine Liefervereinbarung abschließen.

Alle zugelassenen Lieferanten werden ebenfalls auf der Internet-Seite zum EU-Schulprogramm Sachsen veröffentlicht. Wenn es im Umkreis der Einrichtung interessierte, jedoch nicht zugelassene Lieferanten gibt, müssen diese beim LfULG zunächst eine Zulassung beantragen.

Die Liefervereinbarung wird für ein Schuljahr abgeschlossen. Sie beinhaltet Angaben zur Zahl der in der Einrichtung angemeldeten Kinder, zum Liefersortiment, zur Lieferhäufigkeit, zum Lieferort und -zeitpunkt.

Die Liefervereinbarungen sollten spätestens bis zum Beginn der Sommerferien abgeschlossen werden.

Liefermenge

Die Liefermengen für die Produkte sind individuell mit dem Lieferanten abzustimmen. Pro Woche sind maximal 2 Portionen je Kind förderfähig. Grund- und Förderschulen können ausschließlich in den Schulwochen beliefert werden.

Die Zahl der in der Einrichtung angemeldeten Kinder ist ausschlaggebend für die Berechnung der förderfähigen Höchstmengen. Aus diesem Grund ist insbesondere eine Verringerung der Zahl der in der Einrichtung angemeldeten Kinder umgehend dem Lieferanten mitzuteilen.

Annahme der Lieferungen

Die Belieferung der Einrichtungen mit den Produkten des EU-Schulprogrammes startet mit Schuljahresbeginn (Kinderkrippen und Kindergärten ab 1. August).

Für jede Lieferung übergibt der Lieferant der Einrichtung einen Lieferschein. Dieser ist von der Einrichtung zu prüfen und für Kontrollzwecke mindestens 5 Jahre aufzubewahren.

Am Monatsende fasst der Lieferant sämtliche Lieferungen im monatlichen Liefernachweis  zusammen. Dieser Nachweis ist von der Einrichtung mit Stempel und Unterschrift zu quittieren und umgehend an den Lieferanten zurückzugeben. Der Lieferant  benötigt den Liefernachweis für die Beantragung der Produktbeihilfen.

Verteilung in der Einrichtung

Die Verteilung, Lagerung, Abfallentsorgung und bei Bedarf auch das Reinigen und Zerkleinern der angelieferten Produkte ist von den Einrichtungen selbst zu organisieren. Es bietet sich an, hierbei die Kinder aktiv miteinzubeziehen.

Die Verteilung der Produkte in den Einrichtungen ist unabhängig von der Anzahl der beihilfefähigen Portionen und kann an beliebig vielen Wochentagen erfolgen. Eine Abgabe im Zusammenhang mit der Mittagsmahlzeit z. B. als Nachtisch oder die Verwendung der Produkte für die Zubereitung von Mahlzeiten wie z. B. Grießbrei ist nicht zulässig.

Begleitende pädagogische Maßnahmen

Um die Wirksamkeit des EU-Schulprogrammes zu erhöhen, ist eine pädagogische Begleitung des Programmes in den teilnehmenden Einrichtungen durchzuführen. Im Rahmen der begleitenden pädagogischen Maßnahmen sollen die Kinder mehr über die Produkte, ihre Herkunft und eine gesunde Ernährungsweise erfahren.

Die Übersicht „Begleitende pädagogische Maßnahmen zum EU-Schulprogramm“ informiert über geeignete Projekte außerschulischer Partner und Materialien, die die Umsetzung der pädagogischen Maßnahmen unterstützen. In der Praxis haben sich insbesondere die Maßnahmen „aid Ernährungsführerschein“, das „Programm Klasse 2000“, „PowerKauer auf Gemüsejagd“, „Ich kann kochen“ und „Der gesunde Pausensnack“ bewährt.

Die Materialien und Angebote außerschulischer Partner sind zum Teil kostenpflichtig. Nähere Informationen dazu sind beim jeweiligen Anbieter zu erfragen. Eine finanzielle Unterstützung der Einrichtungen zur Durchführung der begleitenden pädagogischen Maßnahmen im Rahmen des EU-Schulprogramms erfolgt nicht.

Es besteht auch die Möglichkeit, eigene pädagogische Maßnahmen zum EU-Schulprogramm zu konzipieren oder sonstige Angebote aus dem Lernportal „Junge Sachsen genießen“ sowie anderer außerschulischer Partner zu nutzen.

Bei der Konzeption eigener begleitender pädagogischer Maßnahmen bzw. der Bewertung sonstiger Angebote von außerschulischen Partnern dient die nachfolgende Checkliste als Orientierungsinstrument.

Nachweis der begleitenden pädagogischen Maßnahmen

Jede Einrichtung, die am EU-Schulprogramm teilnehmen möchte, ist verpflichtet, mindestens eine begleitende pädagogische Maßnahme pro Schuljahr (Grund- und Förderschule: pro Klassenstufe/Klasse; Kinderkrippen und Kindergärten: pro Institution) durchzuführen. Die Durchführung der Maßnahme ist in der Einrichtung durch Vermerke, Klassenbucheinträge, Rechnungen o. ä. zu dokumentieren. Am Schuljahresende ist die Durchführung gegenüber dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie auf einem bereitgestellten Vordruck zu bestätigen.

Marginalspalte

Bild: Kind mit Äpfeln in der Hand

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 92

Ansprechpartner

Ulrike Schlenter
Mario Bauer
Dieter Wietek
Beate Saalbach

Durchwahl Telefon:
-3525 bis -3529

gefördert durch

3.1 Abbildung 6664

EU-Schulprogramm