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Förderrichtlinie Wald und Forstwirtschaft - RL WuF/2020

Mit der Richtlinie Wald und Forstwirtschaft (RL WuF/2020) werden folgende Ziele verfolgt:

  • Stärkung der Widerstandsfähigkeit und des ökologischen Wertes der Wälder und Schutz der Naturgüter im Wald
  • Unterstützung einer beständigen Entwicklung der Forstwirtschaft im ländlichen Raum
  • Überwindung struktureller Bewirtschaftungshemmnisse im kleinstrukturierten Privatwald und Verbesserung der Absatzbedingungen in der Forstwirtschaft durch besitzübergreifende Zusammenarbeit insbesondere im Rahmen Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse
  • Waldflächenmehrung durch Erstaufforstung
  • Förderung von Waldschutzmaßnahmen zur Bewältigung von Extremwetterfolgen

Meldung von Schäden an geförderter forstwirtschaftlicher Infrastruktur (Abfuhrwege und Brücken) nach den RL WuF/2007, WuF/2014 und WuF/2020 durch die Starkregenereignisse am 16. und 17. Juli 2021:

Erhebliche Schäden an geförderter forstwirtschaftlicher Infrastruktur infolge der Starkregenereignisse im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und im südlichen Landkreis Bautzen können nach Prüfung des Einzelfalls als „außergewöhnliche Umstände“ gemäß Nr. 11.8 der Nebenbestimmungen für ELER-finanzierte Vorhaben (RL WuF/2020 Anlage 1) anerkannt werden. Durch den Starkregen in Kombination mit dem vorhandenen Relief kam es zu wild abfließendem Wasser und Bäche traten über die Ufer.

Die Schäden gelten als erheblich, wenn die ganzjährige Befahrung mit Holzabfuhrfahrzeugen infolge tiefgreifender Zerstörung des Wegekörpers nicht mehr möglich ist. Geringfügige oberflächliche Beschädigungen zählen nicht dazu. Diese sind durch den Waldbesitzer instand zu setzen, so dass die Abfuhrwege wieder dem Förderziel entsprechen.

Die Begünstigten sind verpflichtet, Fälle außergewöhnlicher Umstände der Bewilligungsbehörde innerhalb von 15 Arbeitstagen nach dem Zeitpunkt, ab dem der Begünstigte hierzu im der Lage ist, schriftlich mitzuteilen. Sie werden aufgefordert, sowohl beschädigte Infrastruktur zu melden, die sich noch in der 5 jährigen Zweckbindungsfrist befindet, als auch Anlagen, die in den letzten 10 Jahren über eine der oben genannten Förderrichtlinien errichtet wurden.

Die Schäden sind nach Ort und Ausmaß zu dokumentieren (inklusive Fotos) und der Bewilligungsbehörde mitzuteilen. Es wird darum gebeten, bei der Meldung die Identnummer des Fördervorhabens anzugeben, damit eine zügige Zuordnung gewährleistet ist. Die Bewilligungsbehörde prüft dann die Schäden vor Ort, entscheidet über die Anerkennung und informiert anschließend die Waldbesitzenden.

Aufruf zur Erschließung forstwirtschaftlicher Flächen veröffentlicht:
Am 27. Juli 2021 wurde der Aufruf zur Erschließung forstwirtschaftlicher Flächen mit Stichtag 11. Oktober 2021 veröffentlich. Der Aufruf und die Antragsformulare sind auf dieser Seite eingestellt.

Nachhaltigkeitsprämie Wald des Bundes:
Seit 20. November 2020 kann über die Internetseite http://www.bundeswaldpraemie.de die Prämie beantragt werden. Voraussetzung ist eine Zertifizierung der Waldflächen nach PEFC oder FSC und eine Mindestgröße von einem Hektar. Weitere Details und die Antragsunterlagen sind der Internetseite zu entnehmen.
Die Nachhaltigkeitsprämie wird als De-minimis-Beihilfe gewährt. Die Inanspruchnahme der Waldprämie hat keinen Einfluss auf die Förderung von Waldumbau und Waldschutzmaßnahmen nach RL WuF/2020.

Investitionsprogramm Wald des Bundes:
Die Richtlinie zum Investitionsprogramm Wald, welches mit 50 Millionen Euro untersetzt ist und bis zum 31. Dezember 2021 läuft, wurde am 29. Oktober 2020 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Antragstellungen nach dieser Richtlinie sind seit dem 2. November über die Programmseite bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank möglich: http://www.rentenbank.de/foerderangebote/bundesprogramme/waldwirtschaft/ 
Das Programm startet auf De-minimis-Basis, das BMEL leitet gerade das Notifizierungsverfahren bei der EU-Kommission ein.

  • Durch die Bewilligungsbehörde wurde die Förderfähigkeit beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Herbst- und Winterhalbjahr geregelt. Die Waldbesitzer werden um Beachtung gebeten.

Zuwendungsfähige Maßnahmen:

  • Richtlinie Teil 1 – ELER-Mittel (EU):
    • Erschließung forstwirtschaftlicher Flächen (Forstwege)
    • Anlagen zur Waldbrandüberwachung
    • Ausarbeitung von Waldbewirtschaftungsplänen
       
  • Richtlinie Teil 2 – GAK-Mittel (Bund):
    • Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse (Zusammenfassung Holzangebot, Waldpflegeverträge, Professionalisierung von Zusammenschlüssen)
    • Erstaufforstung inklusive Nachbesserung
    • Waldschutzmaßnahmen zur Bewältigung von Extremwetterfolgen
    • Waldumbau außerhalb und innerhalb von Schutzgebieten inklusive Nachbesserung

je nach Fördergegenstand:

  • private und körperschaftliche Waldbesitzer
  • Landkreise / kommunale Träger (Anlagen zur Waldbrandüberwachung)
  • anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse nach § 15 Bundeswaldgesetz
  • Teilnehmergemeinschaften nach dem Flurbereinigungsgesetz und Jagdgenossenschaften nach § 9 Bundesjagdgesetz (Wegebau)
  • Eigentümer / Bewirtschafter potentieller Erstaufforstungsflächen

(ausgenommen sind der Bund und das Land)

  • Investitionsförderung mit Anteilsfinanzierung in Form eines einmaligen Zuschusses
  • Festbetragsfinanzierung bei der Förderung forstlicher Zusammenschlüsse, Erstaufforstung inklusive Nachbesserung, Waldschutzmaßnahmen zur Bewältigung von Extremwetterfolgen und Waldumbau außerhalb und innerhalb von Schutzgebieten inklusive Nachbesserung
  • Fördergegenstände Richtlinie Teil 1 (ELER)

Gegenwärtig sind folgende Aufrufe veröffentlicht:

  • Fördergegenstände Richtlinie Teil 2 (GAK)

Für den GAK-finanzierten Fördergegenstand (Förderung forstlicher Zusammenschlüsse) gilt der jährliche Stichtag 31. Oktober für Vorhaben, die im folgenden Jahr bewilligt werden sollen (Posteingang in der Bewilligungsbehörde).

Für die Fördergegenstände Erstaufforstung inklusive Nachbesserung, Waldschutzmaßnahmen zur Bewältigung von Extremwetterfolgen und Waldumbau außerhalb und innerhalb von Schutzgebieten inklusive Nachbesserung ist ein ganzjähriges Antragsverfahren möglich.

Antrags- und Bewilligungsstelle ist das zuständige Referat des Staatsbetriebes Sachsenforst (siehe Infobox rechts oben).

Hinweis:
Die Auszahlungsanträge für die ELER-Maßnahmen sollen bevorzugt über das Programm DIANAweb gestellt werden. Bitte informieren Sie sich vor der erstmaligen Nutzung anhand der o. a. Anwenderdokumentation und arbeiten die Schritte entsprechend ab.

Formulare Auszahlungsantrag:

Hinweis:
Es sind sämtliche Ausgaben für ein Vorhaben mit einem Auszahlungsantrag abzurechnen. Darüber hinaus sind die Belegliste und die weiteren teilvorhabensspezifischen Anlagen zusammen mit dem Auszahlungsantrag bei der Bewilligungsbehörde einzureichen. Weitere notwendige Unterlagen entnehmen Sie bitte dem Bewilligungsbescheid und/oder der Seite 2 des Auszahlungsantrages.

Elektronischer Auszahlungsantrag für investive Maßnahmen – DIANAweb (alle ELER-Maßnahmen und die Erstaufforstung aus der GAK im Erstattungsverfahren):

Zugang zu DIANAweb erhalten Sie über die Internetseite www.diana.sachsen.de.

 

Bitte reichen Sie mit den notwendigen Unterlagen (Rechnungen, Zahlungsnachweise usw.) die ausgefüllte  Anlage zum Auszahlungsantrag ein, um eventuelle Abweichungen zwischen dem beantragten und realisierten Vorhaben zu erläutern. Außerdem ist diese Anlage Pflicht bei den Fördergegenständen „Ausarbeitung von Waldbewirtschaftungsplänen“, „Waldumbau außerhalb von Schutzgebieten“, „Verjüngung in Schutzgebieten“ und Erstaufforstung.

In der Checkliste sind alle notwendigen Unterlagen bzw. Anlagen bei den jeweiligen Fördergegenständen dargestellt. Bitte legen Sie diese vollständig ausgefüllt dem Antrag bei.

Checkliste vollständige Antragsunterlagen

wichtiger Hinweis für öffentliche Antragsteller:
Öffentliche Aufträge müssen auch unterhalb von Schwellenwerten für formale Vergabeverfahren mit einem Mindestmaß an Transparenz und Öffentlichkeit vergeben werden, wenn auch Bewerber aus anderen EU-Staaten als Auftragnehmer in Frage kommen (»Binnenmarktrelevanz«, siehe nachfolgenden Link).

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