Hauptinhalt

LIFE 2014-2020 – Förderprogramm für Umwelt und Klima

LIFE (L’Instrument Financier pour l’Environnement) ist ein EU-Finanzierungsinstrument, mit dem seit 1992 ausschließlich Umweltprojekte unterstützt werden.

Zentrale Beratungsstelle für das EU-Programm LIFE des BMU

Seit Januar 2019 ist im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) eine neue zentrale Beratungsstelle für das EU-Förderprogramm LIFE bei der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH am Standort Bonn angesiedelt.

Durch die Beratungsstelle werden Antragstellende, Interessenten und die Kontaktstellen in den Bundesländern in folgenden Bereichen unterstützt:

  • Information und Beratung zum EU-LIFE-Programm
  • EU-weite und nationale Förderung von Austausch und Vernetzung der Akteure
  • Bereitstellung von Arbeitshilfen und Materialien

Ebenso stellt die Beratungsstelle Informationen zu den aktuellen Calls bereit.

Weiterführende Informationen finden Sie unter:

Förderschwerpunkte

(1) Teilprogramm Umwelt
I. Umwelt und Ressourceneffizienz
II. Natur und Biodiversität
III. Verwaltungspraxis und Information im Umweltbereich

(2) Teilprogramm Klimapolitik
I. Klimaschutz
II. Anpassung an den Klimawandel
III. Verwaltungspraxis und Information im Klimabereich

Die Umsetzung der LIFE-Verordnung erfolgt durch zwei mehrjährige Arbeitsprogramme, die für vier (2014-2017) bzw. drei Jahre (2018-2020) gelten.

Förderkriterien und thematische Prioritäten

Das Projekt muss mindestens einem Ziel der LIFE-Verordnung dienen und dem betreffenden Förderschwerpunkt zugeordnet werden können. Außerdem sind die Kriterien eines Pilotprojekts, Demonstrationsprojekts, Best-Practice-Projekts oder Informationsprojekts zu erfüllen. Integrierte Projekte müssen u. a. auf die Umsetzung konkreter Umwelt-/Klimapläne oder -strategien abzielen.

Für die Auswahl sind insb. die Klarheit, Durchführbarkeit und Nachhaltigkeit sowie der europäische Mehrwert des Projektvorschlages entscheidend. Die Zuschlagskriterien sind in einer Bewertungsmatrix im mehrjährigen Arbeitsprogramm enthalten.

Zu den thematischen Prioritäten des Teilprogramms Umwelt (Anhang III der LIFE-Verordnung) werden im mehrjährigen Arbeitsprogramm Projektbereiche festgelegt. Diese sollen potenzielle Antragsteller bei der Planung und Gestaltung von Projektvorschlägen unterstützen.

Neben den traditionellen Projekten gibt es Integrierte Projekte, mit denen Umwelt- oder Klimastrategien in einem großen räumlichen Maßstab umgesetzt werden. Dabei ist sicherzustellen, dass wichtige Interessensträger einbezogen werden und die Mobilisierung von mindestens einer weiteren Finanzierungsquelle erfolgt. Integrierte Projekte richten sich insb. an öffentliche Verwaltungen.

Projekte der technischen Hilfe können zur Unterstützung der Ausarbeitung von Integrierten Projekten beantragt werden.

Neu sind Finanzierungsinstrumente zur Unterstützung von Investitionen in z. B. Ökosysteme, Klimaanpassung und Biodiversität durch Bereitstellung von vergünstigten Krediten.

EU-Kofinanzierung

60 % (75% bei prioritären Arten/Lebensraumtypen) der förderfähigen Kosten für maßnahmebezogene Zuschüsse, inkl. MWSt., Personalkosten und Grunderwerb

70% der förderfähigen Kosten für Betriebskostenzuschüsse für operative und administrative Kosten von umwelt- oder klimapolitisch tätigen Organisationen ohne Erwerbscharakter

Antragsberechtigt

Antragsberechtigt sind sowohl öffentliche als auch private Stellen, Akteure und Einrichtungen wie z. B. nationale, regionale und lokale Behörden, internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen.

Antragsverfahren

Das Programm wird direkt von Brüssel aus verwaltet. Die EU-Kommission wählt in einem gestaffelten Verfahren aus den eingereichten Projekten die zu fördernden Vorhaben aus und begleitet diese im Projektverlauf.

Die Antragstellung erfolgt für bestimmte Projekte über ein Onlineverfahren.

zurück zum Seitenanfang