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Umnutzung der »Alten Bäckerei« in Gaußig zum »Offenen Haus« der Kirchgemeinde mit Bibliothek

"Wir haben eine tragfähige Lösung gesucht, die Nützliches und Wirtschaftlichkeit verbindet" sagt René Weißbach. Er ist technischer Mitarbeiter der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Gaußig und hat gemeinsam mit Pfarrer Gert Frey die Umnutzung der »Alten Bäckerei« auf dem von der Kirchgemeinde erworbenen Grundstück betreut.

»Alten Bäckerei« in Gaußig

Historische Ansicht der »Alten Bäckerei« in Gaußig

Das Gebäude, ursprünglich als Arzthaus in der Ortsmitte von Gaußig errichtet, war lange Zeit Dorfbäckerei. Nach der Schließung der Bäckerei 1978 diente das Haus als Lager für die benachbarte Konsum-Verkaufsstelle und stand seit 1992 leer.

»Offenes Haus« für Bürger und Kirchgemeinde

Nach der Sanierung ein »Offenes Haus« für Bürger und Kirchgemeinde

Mit dem Grundstückserwerb und dem Neubau des Schulhortes auf der Rückseite entstand die Idee, das inzwischen verfallene historische Gebäude zu sanieren, um es für die Kirchgemeinde mit ihren 1400 Mitgliedern, aber auch öffentlich zu nutzen. Der Kirchenvorstand legte dementsprechend ein Raumprogramm für das zukünftige »Offene Haus« fest, welches eine Vielfalt an  Nutzungen ermöglicht. Die Bibliothek enthält auf 40 m² beispielsweise kirchliche Bestände, aber auch Belletristik, Kinderliteratur und Teile einer ehemaligen Betriebsbibliothek. Zudem bietet das »Offene Haus« auch öffentliche Internet-Plätze. Der große Raum im Erdgeschoss steht seit der Eröffnung des Hauses im April 2011 der Kirchgemeinde aber auch anderen Bürgern sowie für Treffen des Bürgermeisters als Veranstaltungssaal zur Verfügung. Das Dachgeschoss ist vor allem der offenen und kreativen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vorbehalten.

Sensibler Umgang mit historischer Bausubstanz

Sensibler Umgang mit historischer Bausubstanz

Bei dem Umbau wurden zahlreiche Um- und Einbauten entfernt. Mit viel Verständnis für den Wert der historischen Substanz wurden Natursteintreppen im Inneren und Granitgewände außen erhalten. Auf der Basis eines erheblichen Anteils an Eigenmitteln der Kirchgemeinde, einer finanziellen Beteiligung der Landeskirche und der Fördermittel aus dem Budget des ILE-Gebietes konnte die umfassende Sanierung und Modernisierung des Gebäudes realisiert werden.

Das Vorhaben wurde über Kap. G der Förderrichtlinie »Integrierte Ländliche Entwicklung« (RL ILE) gefördert.