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Mobil im ländlichen Raum

Abschlussdiskussion mit den Referenten vom Nachmittag (von links nach rechts: Dr. Anita Maaß, Dr. Holger Jansen, Dr. Mario Marsch, Prof. Dr. Dr. Helmut Pratzel, Marita Förster, Uwe Kairies , Rainer Bonne)

Foto: Elke Schröter, LfULG

Fachtagung am 28.04.2016 im Rittergut Limbach/Wilsdruff

In vielen sächsischen Regionen haben Maßnahmen zur Mobilität und Erreichbarkeit einen hohen Stellenwert. Oft sind jedoch noch Ideen und Konzepte gefragt, um für die Bevölkerung im ländlichen Raum eine bedarfsgerechte Mobilität zu sichern. Zur Fachtagung stellten Experten und Praktiker bemerkenswerte Projekte zum ÖPNV und zu alternativen Bedienungsformen vor.

Ein Hauptthema war der Bürgerbus in verschiedenen Varianten. Hier konnten die Teilnehmer - Vertreter von Kommunen, Verkehrsbetrieben, Planungsbüros und aus der Verwaltung - interessante Details zu Voraussetzungen, Partnern und rechtlichen Grundlagen erfahren. So ist es beispielweise möglich, seit der Novelle des Personenbeförderungsgesetztes (PBefG) vom 1. Januar 2013 einen Bürgerbus ohne Gewinnerzielungsabsicht und mit bis zu 8 Fahrgästen außerhalb des PBefG zu realisieren.

Wichtig ist es, den genauen Bedarf vor Ort zu kennen und so angepasste Lösungen zur Ergänzung des bestehenden ÖPNV zu finden. Das kann hier die Nutzung von organisierter privater Mitnahme im PKW, da ein Bürgerbus mit ehrenamtlichen Fahrern oder auch ein Kombibus sein. Dieser transportiert - wie beispielweise in der Uckermark erprobt - Personen und Güter gleichzeitig. Aber auch ein Blick weiter voraus wurde gewagt und der Bogen bis hin zu zukünftigen autonomen Fahrzeugen gespannt.

Anhand der Beispiele wurde deutlich, wie ausschlaggebend das Engagement vor Ort ist. Ob ehrenamtliche Fahrer, ein »Kümmerer« in der Mobilitätszentrale oder der agile Bürgerbusverein - sie sind maßgebend für den Erfolg und die Akzeptanz der Mobilitätsprojekte. Aber auch ein partnerschaftliches Zusammenwirken von Verkehrsbetrieben, den beteiligten Kommunen und zukünftigen Nutzern ist wichtig, um langfristig den Mobilitätsbedürfnissen der Bevölkerung im ländlichen Raum Rechnung zu tragen. Auch die anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister mahnten an, dass der Ländliche Raum nicht vom Öffentlichen Personennahverkehr abgekoppelt werden dürfe.

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Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 23: Ländliche Entwicklung, Agrarmarketing

Undine Marschik

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