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Stau- und Flussmeisterei Gottleuba

Die Stau- und Flussmeisterei Gottleuba mit ihrem Dienstsitz in Bad Gottleuba, unterhält die Gewässer I. Ordnung des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge einschließlich der Grenzgewässer sowie der im Gebiet vorhandenen Stauanlagen. Dazu zählen: die Talsperre Gottleuba mit ihrer Vorsperre und dem Vorbecken Oelsen, die Talsperre Kauscha sowie das Hochwasserrückhaltebeckensystem Osterzgebirge mit den Hochwasserrückhaltebecken Buschbach, Mordgrundbach, Liebstadt und Friedrichswalde/Ottendorf.

Die Gewässer I. Ordnung im Zuständigkeitsbereich sind:

  • Bahra
  • Bahre
  • Biela
  • Gottleuba
  • Kirnitzsch
  • Lachsbach
  • Mordgrundbach
  • Müglitz
  • Polenz
  • Sebnitz
  • Seidewitz
  • Quergraben
  • Neugraben

Die Flussmeisterei betreibt, überwacht und unterhält 207,1 km Gewässer I. Ordnung sowie 21 km Grenzwasserläufe, 314 Sohlenbauwerke, 15 Rampen, 2 Rechen, 3 Hochwasserschutzmauern, 4 Fischaufstiegsanlagen, 33 Pegel sowie 25 sonstige wasserbauliche Anlagen.

Talsperre Gottleuba

Die Talsperre in der Nähe von Bad Gottleuba im Osterzgebirge hat, gemessen vom tiefsten Punkt der Gründungssohle aus, die höchste Staumauer in ganz Sachsen. Dieses gewaltige Absperrbauwerk, welches das Flüsschen Gottleuba anstaut, besteht aus einer geraden Betonmauer. Die Bauarbeiten dazu begannen im Jahr 1965. Obwohl sie offiziell erst 1976 endeten, konnte die Talsperre bereits 1974 in Betrieb genommen werden. Seither versorgt sie den Raum Pirna mit Trinkwasser.

Sie dient außerdem dem Hochwasserschutz und in geringerem Maße der Stromerzeugung. Das Einzugsgebiet, aus dem das Wasser in die Talsperre Gottleuba fließt, liegt zu 45 Prozent auf dem Staatsgebiet der Tschechischen Republik. Da aus der Talsperre Gottleuba ausschließlich Trinkwasser gewonnen wird, ist es verboten, dort zu baden oder Wassersportarten zu betreiben. Die waldreiche Umgebung lockt jedoch zu jeder Jahreszeit zahlreiche Naturfreunde an.
Zur Talsperre Gottleuba gehören eine Vorsperre im Zulauf der Gottleuba und ein Vorbecken im Zulauf des Oelsenbaches.

Talsperre Gottleuba

Talsperre Gottleuba
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

Bauzeit 1965 - 1976
Gestautes Gewässer Gottleuba/Oelsenbach
Gesamteinzugsgebiet 35,251 km²
Stauraum 12,97 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes Gewichtsstaumauer aus Beton mit gerader Achse
Höhe über der Gründungssohle 65 m
Höhe über der Talsohle 53,24 m
Höhe der Mauerkrone 430,24 m ü. NN
Kronenlänge 327 m
Kronenbreite 7 m
Bauwerksvolumen  270.000 m³
Rohwasserabgabe zur Trinkwasseraufbereitung  235 l/s
Garantierte Wildbettabgabe  40 l/s

Talsperre Kauscha

Die Talsperre Kauscha liegt südöstlich vom Dresdner Stadtzentrum im gleichnamigen Stadtteil Kauscha. Sie dient dem Hochwasserschutz für das Stadtgebiet Dresden-Prohlis und der Brauchwasserversorgung. Der Stausee ist ein Hochwasserrückhaltebecken für den Geberbach. Über den See führt die Autobahn 17 Dresden-Prag.

Luftbild der Talsperre Kauscha

Talsperre Kauscha
(Foto: LTV / Peter Schubert)

 Bauzeit  1977 - 1979, 1983 - 1985
 Gestautes Gewässer  Geberbach
 Gesamteinzugsgebiet  5,521 km²
 Stauraum  0,245 Mio. m³
 Art des Absperrbauwerkes  Homogener Damm aus Lößlehm
 Höhe über der Gründungssohle  13,4 m
 Höhe über der Talsohle  14,8 m
 Höhenlage der Mauerkrone  180,94 m ü. NN
 Kronenlänge  150 m
 Kronenbreite  3 m
 Bauwerksvolumen  40.700 m³
 Garantierte Wildbettabgabe  4 l/s

Hochwasserrückhaltebeckensystem Osterzgebirge

Das Hochwasserrückhaltesystem Osterzgebirge liegt im Einzugsgebiet der Flüsse Gottleuba, Bahra, Bahre, Seidewitz, Müglitz und Prießnitzbach. Es setzt sich aus den vier Hochwasserrückhaltebecken Buschbach, Friedrichswalde/Ottendorf, Liebstadt und Mordgrundbach zusammen. Außerdem gehört die Trinkwassertalsperre Gottleuba zum System.

Hochwasserkatastrophen im Osterzgebirge lassen sich bis in das Jahr 1560 zurückverfolgen und richteten in den Tälern der Flüsse Gottleuba und Müglitz enorme Schäden an. Doch erst nach den verheerenden Schäden der beiden kurz aufeinander folgenden Fluten 1957 und 1958 wurde mit dem Bau von vier Hochwasserrückhaltebecken im Einzugsgebiet der Gottleuba begonnen.

Hochwasserrückhaltebecken Buschbach

Die erste Anlage des Hochwasserrückhaltebeckensystems war das Becken Buschbach. Es wurde von 1958 bis 1964 gebaut und liegt bei Hellendorf in der Nähe von Bad Gottleuba-Berggießhübel. Die beiden Hochwasser 1957 und 1958 waren unter anderem durch den anschwellenden Buschbach verursacht worden, der über die Bahra und Gottleuba in die Elbe fließt. Das neue Becken sollte bei aufziehender Hochwassergefahr den Buschbach anstauen und so die Wassermassen im Zaum halten. Das Becken ist ein so genanntes grünes Becken. Außerhalb von Hochwasserzeiten ist es nicht gefüllt. Bei Bedarf kann es aber bis zu 2,4 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen.

Hochwasserrückhaltebecken Buschbach

Hochwasserrückhaltebecken Buschbach
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

Bauzeit 1958 - 1964
Gestautes Gewässer Buschbach
Einzugsgebiet 27,4 km²
Stauraum 2,4 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes Erddamm mit geneigter Innendichtung aus Lehm und gerader Achse
Höhe über der Gründungssohle 23,8 m
Höhe über der Talsohle 22,5 m
Höhe der Mauerkrone 425 m ü. NN
Kronenlänge 230 m
Kronenbreite 4,25 m
Bauwerksvolumen 166.000 m³

Hochwasserrückhaltebecken Mordgrundbach

Etwa zur gleichen Zeit wie am Buschbach wurde mit dem Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens am Mordgrundbach im Bahratal begonnen. Es wurde 1966 fertig gestellt und ist teilweise mit Wasser gefüllt. Bei Hochwasser kann das Becken bis zu 1,27 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen.

Hochwasserrückhaltebecken Mordgrundbach

Hochwasserrückhaltebecken Mordgrundbach
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

Bauzeit 1959 - 1966
Gestautes Gewässer Mordgrundbach
Einzugsgebiet 12,902 km²
Stauraum 1,27 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes Erddamm mit geneigter Innendichtung aus Lehm und gerader Achse
Höhe über der Gründungssohle 27 m
Höhe über der Talsohle 24,5 m
Höhe der Mauerkrone 456,5 m ü. NN
Kronenlänge 220 m
Kronenbreite 3 m
Bauwerksvolumen 270.000 m³

Hochwasserrückhaltebecken Liebstadt

Das Becken Liebstadt wurde ebenfalls in den 1960er Jahren gebaut. Es kann 1,08 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen. Davon werden eine Million Kubikmeter ständig für den Hochwasserschutz freigehalten.

Hochwasserrückhaltebecken Liebstadt

Hochwasserrückhaltebecken Liebstadt (Foto: LTV)

Bauzeit 1961 - 1967
Gestautes Gewässer Seidewitz
Einzugsgebiet 11,461 km²
Stauraum 1,084 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes Erddamm mit geneigter Innendichtung aus Lehm und gerader Achse
Höhe über der Gründungssohle 25,7 m
Höhe über der Talsohle 23,8 m
Höhe der Mauerkrone 389,27 m ü. NN
Kronenlänge 210 m
Kronenbreite 3 m
Bauwerksvolumen 167.000 m³

Hochwasserrückhaltebecken Friedrichswalde/Ottendorf

Das Hochwasserrückhaltebecken Friedrichswalde/Ottendorf dient in erster Linie dem Hochwasserschutz. Es hat ein Fassungsvermögen von 1,8 Millionen Kubikmeter Wasser, wovon 1,45 Millionen Kubikmeter ständig als Hochwasserrückhalteraum freigehalten werden. Das Becken wurde 1970 fertig gestellt und staut den Fluss Bahre.

Hochwasserrückhaltebecken Friedrichswalde/Ottendorf

Hochwasserrückhaltebecken Friedrichswalde/Ottendorf
(Foto: LTV)

Bauzeit 1965 - 1970
Gestautes Gewässer Bahre
Einzugsgebiet 26,876 km²
Stauraum 1,518 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes Erddamm mit geneigter Innendichtung aus Lehm und gerader Achse
Höhe über der Gründungssohle 21 m
Höhe über der Talsohle 20 m
Höhe der Mauerkrone 263 m ü. NN
Kronenlänge 253 m
Kronenbreite 3 m
Bauwerksvolumen 156.000 m³

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Sitz der Stau- und Flussmeisterei Gottleuba

Foto der Stau- und Flussmeisterei Gottleuba

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