1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Staumeisterei Müglitz

Die Staumeisterei Müglitz mit ihrem Sitz in Lauenstein, betreibt und unterhält folgende wasserwirtschaftliche Anlagen: das Hochwasserrückhaltebecken Glashütte, das Hochwasserrückhaltebecken Lauenstein und das Speichersystem Altenberg mit dem Großen Galgenteich und dem Speicher Altenberg.

Hochwasserrückhaltebecken Glashütte

Das Hochwasserrückhaltebecken Glashütte liegt im Tal des Brießnitzbaches im Flussgebiet des Müglitztals im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Es wurde von 1951 bis 1953 als so genanntes »grünes« Becken angelegt, das nur bei Hochwasser eingestaut wurde. Es hatte einen zehn Meter hohen Damm und ein Fassungsvermögen von rund 40.000 Kubikmetern. Durch die Flut im August 2002 wurde die Stauanlage zerstört. Es erfolgten Sicherungsmaßnahmen am Becken und in den Jahren 2005/2006 wurde das Becken in seiner ursprünglichen Größe, aber mit neuem Grundablass und neuem Hochwasserüberlauf wiederhergestellt.

Langfristig musste allerdings das Schutzziel der Hochwasserrückhalteanlage erweitert werden, wofür ein Ausbau des Beckens notwendig wurde. Baubeginn für die Erweiterung des Beckens war im Frühjahr 2010. Da Baumaßnahmen wurden im Herbst 2013 beendet. Im Laufe der Bauarbeiten wurde das Stauvolumen erhöht und der Damm um rund 20 Meter aufgestockt. Damit das Hochwasserrückhaltebecken Glashütte vor einem Hochwasser schützen, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommt (HQ100).

Für die Erweiterung des Hochwasserrückhaltebeckens musste die Kreisstraße zwischen Glashütte und Johnsbach verlegt werden. Sie führt nun über den Staudamm.

Betriebsauslass des Hochwasserrückhaltebeckens Glashütte (Foto: LTV)

Betriebsauslass des Hochwasserrückhaltebeckens Glashütte
(Foto: LTV)

Bauzeit 1951-1953, Wiederaufbau 2005-2006, Erweiterung 2010-2013
Gestautes Gewässer Brießnitzbach
Nutzung  Hochwasserschutz 
Gesamteinzugsgebiet 11,6 km²
Art des Staubeckens  grünes Becken ohne Dauerstau 
Gesamtstauraum  1,2 Mio. m³ 
davon gewöhnlicher Hochwasserrückhaltestauraum 1,05 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes Steinschüttdamm mit mineralischer und geotextiler Innendichtung
Kronenlänge     184 m
Kronenbreite 5 m
Höhe über Gewässersohle 28,28 m
Breite Dammfuß 125 m 
Bauwerksvolumen  225.000 m³ 
Hochwasserentlastung  Überfallturm mit Einlauftrichter, Kapazität: 54 m³/s 
Betriebsauslass  Stollen, Durchmesser: 5 m 

 

Hochwasserrückhaltebecken Lauenstein

Das Hochwasserrückhaltebecken Lauenstein liegt am Oberlauf der Müglitz im Osterzgebirge. Nach langjährigen Planungen konnte das Becken zwischen 2002 und 2006 endlich gebaut werden.

Der Schutz vor Hochwasser spielt in dieser Region des Müglitztales eine besonders wichtige Rolle. Denn zahlreiche Hochwasser hatten immer wieder enorme Schäden angerichtet. Bereits 1897 gab es nach einer großen Flut erste Überlegungen zum Bau einer Talsperre. 1936/37 begannen die ersten konkreten Planungen. Sie wurden aber nicht umgesetzt. In den 1970er Jahren sollten dann erneut Bauarbeiten beginnen. Vorbereitend dazu wurden sogar ein Steinbruch angelegt und große Waldstücke im geplanten Stauraum gerodet. Aber auch dieses Vorhaben verlief im Sande.

Nach dem großen Oderhochwasser 1997 beschloss der Freistaat Sachsen schließlich den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Lauenstein. Es war ursprünglich mit etwa der Hälfte des heutigen Stauraumes geplant. Nach dem Augusthochwasser 2002 wurde der Absperrdamm erneut umgeplant und letztlich acht Meter höher errichtet. Seine erste Bewährungsprobe bestand das Hochwasserrückhaltebecken Lauenstein während des Frühjahrshochwassers 2006 als Probestau, fünf Monate vor seiner ursprünglich geplanten Inbetriebnahme.

Hochwasserrückhaltebecken Lauenstein

Hochwasserrückhaltebecken Lauenstein
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

Bauzeit

2002 - 2006

Gestautes Gewässer

Weiße Müglitz

Gesamteinzugsgebiet

38,1 km²

Stauraum

5,19 Mio. m³

Art des Absperrbauwerkes

Steinschüttdamm mit innenliegender Asphaltkerndichtung

Höhe über der Gründungssohle

41,6 m

Höhe über der Talsohle

40,6 m

Höhenlage der Mauerkrone

554,2 m ü. NN

Kronenlänge

260 m

Kronenbreite

5 m

Bauwerksvolumen

480.000 m³

Speichersystem Altenberg

Das Speichersystem liegt am Rande der Stadt Altenberg im Osterzgebirge. Es besteht aus dem Speicher Altenberg und dem Großen Galgenteich. Beide Anlagen entstanden zu unterschiedlichen Zeiten.

Großer Galgenteich

Der Große Galgenteich ist fast genauso groß wie der Speicher Altenberg und dient ihm als Vorbecken bzw. Vorsperre innerhalb des Speichersystems. Er wird bereits seit dem Mittelalter genutzt. Erste Bauarbeiten lassen sich erstmals für die Jahre 1550 bis 1553 belegen. Der Große Galgenteich wurde ursprünglich für den Zinnbergbau in Altenberg angelegt und im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert, zuletzt 1943 bis 1945. Mit dem Brauchwasser, das der Teich bereitstellte, wurden Erze gewaschen und Wasserräder sowie Pochwerke angetrieben. Heute wird der Große Galgenteich auch touristisch genutzt.

Foto Großer Galgenteich

Großer Galgenteich
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

Bauzeit 1550 - 1553, 1943 - 1945
Gestautes Gewässer Neu- und Quergraben (einschließlich dem ehemaligen Sandbach)
Einzugsgebiet 6,37 km²
Stauraum 0,607 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes Erddamm
Höhe über der Gründungssohle 9 m
Höhe über der Talsohle 9 m
Höhe der Dammkrone 789,6 m ü. NN
Kronenlänge 1.190 m
Kronenbreite 3 m
Bauwerksvolumen 13.500 m³

Speicher Altenberg

Der Speicher Altenberg ist eine noch relativ junge Stauanlage. Er liegt unterhalb des Großen Galgenteiches und ist erst seit 1993 in Betrieb. Er sollte zunächst den damals steigenden Wasserbedarf für die Zinnerzaufbereitung decken. Doch zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung 1993 gab es in Altenberg bereits keinen Zinnerzabbau mehr. Heute dient er in Verbindung mit dem 1998 in Betrieb genommenen Wasserwerk Altenberg (Wasserversorgung Weißeritzgruppe GmbH) als Trinkwasserspeicher, der im Osterzgebirge vier Gemeinden mit 20 Ortsteilen mit Trinkwasser versorgt. Deshalb darf er nicht als Badesee genutzt werden. Entlang des Speichers führen aber Rad- und Wanderwege.

Foto Speicher Altenberg

Speicher Altenberg
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

Bauzeit 1987 - 1993
Gestautes Gewässer Rote Weißeritz
Einzugsgebiet 6,87 km²
Stauraum 0,946 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes Steinschüttdamm mit geschützter wasserseitiger Foliendichtung mit leicht geknickter Achse
Höhe über der Gründungssohle 19,5 m
Höhe über der Talsohle 19,4 m
Höhe der Dammkrone 779,5 m ü. NN
Kronenlänge 670 m
Kronenbreite 3 m
Bauwerksvolumen 190.000 m³
Rohwasserabgabe zur Trinkwasseraufbereitung bis ca. 25 l/s
Garantierte Wildbettabgabe 8 l/s

Marginalspalte

Sitz der Staumeisterei Müglitz

Foto des Dienstgebäudes der Staumeisterei Müglitz

Ihre Ansprechpartner

allgemeine Fragen / Vermittlung

  • TelefonTelefon: (03501) 796-0
  • TelefaxTelefax: (03501) 796-103
  • E-MailE-Mail

Britta Andreas (Bürger- und Presseanfragen)

  • TelefonTelefon: (03501) 796-371
  • TelefaxTelefax: (03501) 796-116
  • E-MailE-Mail

Katrin Schöne (Pressesprecherin)

  • TelefonTelefon: (03501) 796-378
  • TelefaxTelefax: (03501) 796-116
  • E-MailE-Mail