1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Staumeisterei Regis

Die Staumeisterei Regis mit ihrem Dienstsitz in Regis-Breitingen betreibt und unterhält folgende wasserwirtschaftlichen Anlagen: die Talsperre Windischleuba, das Speicherbecken Borna sowie das Hochwasserrückhaltebecken Regis-Serbitz. Alle drei Anlagen gehören zum Stauanlagensystem Wyhra-Pleiße. Es befindet sich im Einzugsgebiet des Unterlaufes der Pleiße.

Die neuen Gebäude der Staumeisterei Regis wurden 2014 konnten bezogen werden.

Talsperre Windischleuba

Die Talsperre Windischleuba liegt circa 40 Kilometer südlich von Leipzig im Thüringer Landkreis Altenburger Land. In Fließrichtung gesehen, ist sie die erste Stauanlage im Talsperrensystem der Unteren Pleiße und wurde vorrangig zur Hochwasserentlastung der Pleiße für den Ballungsraum Leipzig gebaut.
Aus diesem Grund ist für diese Anlage auch ausnahmsweise die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen zuständig.
Die Talsperre wurde von 1951 bis 1953 gebaut. Nach einem Extremhochwasser im Jahr 1954 war es notwendig, die Hochwasserentlastung auszubauen. Eine weitere Instandsetzung erfolgte von 2007 bis 2009.

Die Anlage wurde dabei so umgebaut, dass ihre Standsicherheit, Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit wiederhergestellt wurde. Anstelle des alten Grundablasses und der Hochwasserentlastung wurde eine 54,5 Meter breite Wehrschwelle im Dammbereich gebaut. Das Auslassbauwerk in den Mühlgraben wurde erneuert. Mit dem Bau des festen Wehres wird zukünftig der Dauerstau der Talsperre Windischleuba gewährleistet und damit die Sediment-, Abfluss-, und Grundwasserstandsverhältnisse stabilisiert.

Durch den Umbau der Talsperre ist diese allerdings nicht mehr steuerbar und hält ein Hochwasser nur in kleinerem Umfang zurück. Zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit wurde neben der Überlaufschwelle eine Fischaufstiegsanlage neu gebaut. Die Fische können nun durch ein Umgehungsgerinne von der Pleiße in die Talsperre wandern.

Talsperre Windischleuba

Talsperre Windischleuba, die Hochwasserentlastung und das Auslaufbauwerk wurden 2008 erneuert
(Foto: LTV)

Bauzeit 1951 - 1953, 2007 - 2009
Gewässer Pleiße
Einzugsgebiet 595,00 km²
Gesamtstauraum 0,11 Mio. m³
Mittelwasserabfluss 2,93 m³/s
Absperrbauwerk Erddamm mit geneigter Innendichtung und wasserseitiger Dichtungsschürze
Höhe über Gelände 6,13 m
Dammlänge 400 m
Dammneigung luftseitig 1:3,5
Dammneigung wasserseitig 1:3

 

Hochwasserrückhaltebecken Regis-Serbitz

Das Hochwasserrückhaltebecken Regis-Serbitz schließt sich direkt an die Talsperre Windischleuba an. Es wurde zwischen 1958 und 1960 gebaut und wird als so genanntes grünes Becken betrieben. Bei Hochwasser wird hier die Pleiße eingestaut, die direkt durch die Anlage fließt. In den Jahren 2008/2009 wurden die Dämme gesichert. Somit können sie nicht mehr von Grundwasser unterströmt werden.

Das Hochwasserrückhaltebecken Regis-Serbitz gehört teilweise zu einem Landschaftsschutzgebiet und wird landwirtschaftlich genutzt. Durch das Becken verläuft der letzte natürliche Abschnitt der Pleiße. Nur durch einen Damm getrennt, grenzt es unmittelbar an das Speicherbecken Borna.

Hochwasserrückhaltebecken Regis-Serbitz

Hochwasserrückhaltebecken Regis-Serbitz
(Foto: LTV)

Bauzeit 1958 - 1960
Gewässer Pleiße
Einzugsgebiet 769 km²
Hochwasserschutzraum 7,17 Mio. m³
Mittelwasserabfluss 3,46 m³/s
Absperrbauwerk Erddamm mit Lehmdichtung, teilweise Spundwand mit Dichtwand
Höhe über Gelände 8 m
Dammlänge 6.970 m
Dammböschungsneigung 1:3 bis 1:2

 

Speicherbecken Borna

Das Speicherbecken Borna ist die größte Stauanlage des Systems Wyhra-Pleiße. Es hat eine beträchtliche Wasserfläche von rund 250 Hektar und ein Fassungsvermögen von knapp 100 Millionen Kubikmetern Wasser. Das Speicherbecken Borna entstand durch den Braunkohletagebau. Der riesigen Grube mussten die Dörfer Blumroda, Hartmannsdorf, Görnitz und Altdeutzen weichen. Der Kohleabbau in Borna wurde jedoch bereits in den 1960er Jahren eingestellt. Durch Aufschütten von Abraummaterial aus dem Tagebau wurde ein überdimensionaler Damm für das zukünftige Speicherbecken Borna errichtet. So wurde künstlicher Ersatz für die natürlichen Auen und Überschwemmungsgebiete geschaffen, die durch den Tagebau verloren gegangen waren. Im Normalfall ist das Becken nur zum Teil gefüllt. Bei Hochwasser kann es weitere 46 Millionen Kubikmeter Wasser aus der Pleiße aufnehmen.

Der See ist ein anerkanntes EU-Badegewässer und darüber hinaus Angel- und Fischereigewässer.

Speicherbecken Borna

Speicherbecken Borna
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

Bauzeit 1964 - 1980
Gewässer Pleiße
Einzugsgebiet 792 km²
Gesamtstauraum 102,28 Mio. m³
davon Betriebsraum 3 Mio. m³
Hochwasserschutzraum 46,1 Mio. m³
Absperrbauwerk Erddamm ohne Dichtung
Höhe über Gelände 14 m
Dammlänge 6,5 km
Breite der Dammkrone 30 m
Dammneigung luftseitig 1:3
Dammneigung wasserseitig 1:7

Marginalspalte

Sitz der Staumeisterei Regis

Sitz der Staumeisterei Regis

Ihre Ansprechpartner

allgemeine Fragen / Vermittlung

  • TelefonTelefon: (03501) 796-0
  • TelefaxTelefax: (03501) 796-103
  • E-MailE-Mail

Britta Andreas (Bürger- und Presseanfragen)

  • TelefonTelefon: (03501) 796-371
  • TelefaxTelefax: (03501) 796-116
  • E-MailE-Mail

Katrin Schöne (Pressesprecherin)

  • TelefonTelefon: (03501) 796-378
  • TelefaxTelefax: (03501) 796-116
  • E-MailE-Mail