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Staumeisterei Muldenberg/Falkenstein

Die Staumeisterei Muldenberg/Falkenstein mit ihrem Dienstsitz in Muldenberg betreibt und unterhält die Talsperren Muldenberg und Falkenstein.

Talsperre Muldenberg

Die Talsperre Muldenberg befindet sich oberhalb des Ortes Muldenberg in der Nähe von Schöneck im Vogtland. Die Bauarbeiten begannen zwei Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges im Jahr 1920. Fünf Jahre später konnte die Anlage mit der längsten Bruchsteinmauer Sachsens in Betrieb genommen werden. Angestaut wird das Wasser der Roten Mulde, der Weißen Mulde und des Saubachs. Die Zuflüsse vereinigen sich und bilden unterhalb des Absperrbauwerkes die Zwickauer Mulde.
Unweit der Staumauer erinnert eine Grabstätte an ein tragisches Unglück, das sich wenige Tage nach Ende des Zweiten Weltkrieges ereignete. Auf Befehl der US-Armee mussten damals deutsche Kriegsgefangene Munition der geschlagenen Wehrmacht in der Talsperre versenken. Dabei kam es zu einer gewaltigen Explosion, die zwei US-Soldaten und 11 deutschen Kriegsgefangenen das Leben kostete. Auch die Staumauer wurde bei diesem folgenschweren Ereignis schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die stark beschädigten Bereiche wurden in den Jahren 1949 bis 1950 repariert. Von 2001 bis 2007 erfolgte schließlich eine umfassende Sanierung der Talsperre. In diesem Zuge erhielt sie auch zwei Vorsperren.

Die Stauanlage stellt heute wie damals Rohwasser für die Trinkwasserversorgung bereit und ist bedeutend für den Hochwasserschutz in der Region. Eine kleine Wasserkraftanlage stellt Strom für den Eigenbedarf her. Als Trinkwasserspeicher bietet sie zwar keine Möglichkeiten zum Baden, Angeln oder für Wassersport. Jedoch gibt es rund um den Stausee viele Wanderwege.

Talsperre Muldenberg

Talsperre Muldenberg
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

Bauzeit  1920 - 1925
Gestautes Gewässer  Rote und Weiße Mulde / Saubach
Gesamteinzugsgebiet   18,81 km²
Stauraum   5,773 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes  Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinmauerwerk mit gekrümmter Achse
Höhe über der Gründungssohle  24,2 m
Breite der Gründungssohle  15,5 m
Höhe über der Talsohle  20,9 m
Höhe der Mauerkrone  715 m ü. NN
Kronenlänge  525 m
Kronenbreite  5 m

Bauwerksvolumen 

ca. 80.000 m³

Rohwasserabgabe zur Trinkwasseraufbereitung 

162 l/s
Garantierte Wildbettabgabe  25 l/s

Talsperre Falkenstein

Die Talsperre Falkenstein liegt im Vogtland, in der Nähe des Ortes Falkenstein. Sie ist eine vergleichsweise junge Anlage, denn ihr Bau begann erst 1971 und dauerte bis 1975. Erst zwei Jahre später wurde sie offiziell in Betrieb genommen. Der Steinschüttdamm der Talsperre Falkenstein staut das Wasser der Weißen Göltzsch. Zu DDR-Zeiten bestand ihre Hauptaufgabe darin, Brauchwasser für die Industrie in der Region zu liefern. Eine kleine Wasserkraftanlage produziert Strom für den Eigenbedarf. Da die Industrie in der Region nach der Wiedervereinigung nahezu vollständig verschwand, ging der Bedarf an Brauchwasser aus der Talsperre rapide zurück.

Heute dient sie vor allem dem Hochwasserschutz und gibt in trockenen Zeiten Wasser zur Aufhöhung der Weißen Göltzsch ab. Darüber hinaus hat der Stausee im Laufe der letzten Jahre eine immer größere Bedeutung als Freizeit- und Erholungsgebiet gewonnen. So gibt es am Stausee mittlerweile ein Schwimmbad und einen Bootsverleih. Außerdem können Besucher auch das ausgedehnte Wanderwegenetz rund um die Talsperre nutzen.

Talsperre Falkenstein

Talsperre Falkenstein
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

Bauzeit  1971 - 1975
Gestautes Gewässer  Göltzsch
Gesamteinzugsgebiet   9,807 km² + 3,9 km² durch Überleitung Floßgraben
Stauraum   1,195 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes  Steinschüttdamm mit Betonkerndichtung und gerader Achse
Höhe über der Gründungssohle  27 m
Breite der Gründungssohle  91,7 m
Höhe über der Talsohle  25 m
Höhe der Mauerkrone  564,5 m ü. NN
Kronenlänge  234 m
Kronenbreite  3,3 m
Bauwerksvolumen  141.000 m³
Garantierte Wildbettabgabe 30 l/s 30 l/s

Marginalspalte

Sitz der Staumeisterei Muldenberg / Falkenstein

Foto des Dienstgebäudes Muldenberg

Foto des Dienstgebäudes Falkenstein

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