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Staumeisterei Eibenstock

Die Staumeisterei Eibenstock mit ihrem Dienstsitz zwischen Hundshübel und Neidhardtsthal betreibt und unterhält folgende wasserwirtschaftliche Anlagen: die Talsperre Eibenstock mit der Vorsperre Schönheiderhammer sowie den Vorbecken Rähmerbach, Geidenbach, Rohrbach und Weißbach. Außerdem ist die Staumeisterei für die Talsperren Wolfersgrün, Amselbach und Klingerbach verantwortlich.

Talsperre Eibenstock

Die Talsperre Eibenstock liegt in der Nähe der Stadt Eibenstock im Erzgebirge. Sie ist die größte Talsperre in Sachsen und hat auch das größte Fassungsvermögen aller sächsischen Talsperren.

Für den Baubeginn der Talsperre 1974 waren umfangreiche Vorarbeiten notwendig. Nicht nur die Bewohner des Dorfes Muldenhammer und einiger Weiler mussten umgesiedelt werden. Der Talsperrenbau hatte auch Auswirkungen auf den Eisenbahnverkehr: Der Streckenverlauf von Chemnitz über Aue nach Adorf musste teilweise unterbrochen und ein Gleisabschnitt komplett stillgelegt werden. Mit der Steilstrecke Eibenstock verlor Sachsen seine einzige Normalspurbahn, die enorme Steigungen von bis zu 1:20 bewältigen konnte.

Die Größe der Talsperre, die neben dem Stausee eine Vorsperre und vier Vorbecken umfasst, brachte eine vergleichsweise lange Bauzeit mit sich. Die endgültige Fertigstellung zog sich bis 1987 hin. Der Probestau begann aber bereits 1981, die Inbetriebnahme fand 1982 statt.
Die Hauptaufgabe der Talsperre Eibenstock besteht darin, Haushalte, Industrie und Gewerbe im Raum Chemnitz und Zwickau mit Trinkwasser zu versorgen. Sie dient aber auch dem Hochwasserschutz und höht in niederschlagsarmen Perioden den Wasserstand der Zwickauer Mulde auf. Das Wasser der Talsperre wird außerdem zur Energieerzeugung genutzt.

Baden oder Wassersport sind in der Stauanlage nicht möglich, da sie eine Trinkwassertalsperre ist. Angeln dagegen ist erlaubt. An der Talsperre führt der Europäische Fernwanderweg »EB« vorbei.

  • Wanderkarte der Talsperre Eibenstock
    Die herrliche Umgebung mit ihren dichten Wäldern lockt jedes Jahr viele Besucher an. Seit Oktober 2014 ist die Mauerkrone der Talsperre Eibenstock öffentlich begehbar.
  • »Fisch-Reich« - Ein Kunstwerk auf Zeit ab August 2012
    Ein großformatiges Kunstwerk ist seit August 2012 an der Talsperre Eibenstock zu besichtigen. Mit einem Wasserstrahl wurden Motive aus der Schmutzschicht auf der Wand herausgearbeitet. Sichtbar bleibt es etwa fünf Jahre.
Talsperre Eibenstock mit »Fisch-Reich«

Talsperre Eibenstock mit  »Fisch-Reich« (Foto: LTV / Reiner Lautenschläger)

Bauzeit 1974 - 1987
Inbetriebnahme      1982 
Gestautes Gewässer Zwickauer Mulde
Gesamteinzugsgebiet 199,794 km²
Gesamtstauraum ca. 84 Mio. m³
davon Betriebs- und Reserveraum  ca. 64 Mio. m³ 
Gewöhnlicher Hochwasserrückhalteraum  bis zu 15 Mio. m³ 
Art des Absperrbauwerkes Gewichtsstaumauer aus Beton
Höhe über der Gründungssohle 64,73 m
Breite der Gründungssohle ca. 55 m in Talmitte
max. Höhe über der Talsohle 57 m
Höhe der Mauerkrone 543,03 m ü. NN
max. Beckentiefe / Stauhöhe  ca. 54 m 
Kronenlänge Absperrbauwerk 307,5 m
Kronenbreite Absperrbauwerk 7,7 m
Bauwerksvolumen 273.000 m³
Rohwasserabgabe zur Trinkwasseraufbereitung ca. 42 Mio. m³/Jahr
Garantierte Wildbettabgabe 500 l/s

 

Vorsperre Schönheiderhammer

Die Vorsperre Schönheiderhammer ging 1980 in Betrieb. Sie dient der physikalischen, chemischen und biologischen Vorreinigung der Zwickauer Mulde. Sie ist der Hauptzufluss der Talsperre Eibenstock. Seit 2006 ist die Mauerkrone der Vorsperre für Besucher geöffnet. Der erste Wasserlehrpfad Sachsens verbindet Schönheiderhammer mit der Talsperre Eibenstock.

Bauzeit 1975 - 1982
Gestautes Gewässer Zwickauer Mulde
Gesamteinzugsgebiet 167 km²
Stauraum 2,54 Mio. m³ (Gesamtstauraum 3,77 Mio. m³)
Art des Absperrbauwerkes Gewichtsstaumauer aus Beton
Höhe über der Gründungssohle 36 m
Breite der Gründungssohle in der Talmitte ca. 30 m
Höhe über der Talsohle 28 m
Höhe der Mauerkrone 542,54 m ü. NN
Kronenlänge 220 m
Kronenbreite 5,7 m
Bauwerksvolumen 80.000 m³

Vorbecken Rähmerbach

Das Vorbecken Rähmerbach ging 1981 in Betrieb. Es dient der physikalischen, chemischen und biologischen Vorreinigung des Nebenzuflusses der Talsperre Eibenstock, dem Rähmerbach.

Bauzeit 1974 - 1984
Gestautes Gewässer Rehmerbach
Gesamteinzugsgebiet 14,2 km²
Stauraum 476.000 m³ (Gesamtstauraum 0,534 Mio. m³)
Art des Absperrbauwerkes Steinschüttdamm mit Lehmdichtung
Höhe über der Gründungssohle 30 m
Breite der Gründungssohle in der Talmitte ca. 140 m
Höhe über der Talsohle 25 m
Höhe der Dammkrone 573,62 m ü. NN
Kronenlänge 235 m
Kronenbreite 15,6  m
Bauwerksvolumen 310.000 m³

Vorbecken Geidenbach

Das Vorbecken Geidenbach ging 1982 in Betrieb. Es dient der physikalischen, chemischen und biologischen Vorreinigung des Nebenzuflusses der Talsperre Eibenstock, dem Geidenbach.

Bauzeit 1978 - 1982
Gestautes Gewässer Geidenbach
Gesamteinzugsgebiet   1,4 km²
Stauraum  18.000 m³
Art des Absperrbauwerkes  homogener Erddamm
Höhe über der Gründungssohle  9,7 m
Breite der Gründungssohle  in der Talmitte ca. 41 m
Höhe über der Talsohle  7,62 m
Höhe der Dammkrone  570,75 m ü. NN
Kronenlänge  70 m
Kronenbreite  3,65 m
Bauwerksvolumen  11.000 m³

Vorbecken Rohrbach

Das Vorbecken Rohrbach ging 1983 in Betrieb. Es dient der physikalischen, chemischen und biologischen Vorreinigung des Nebenzuflusses der Talsperre Eibenstock, dem Rohrbach.

Bauzeit 1980 - 1983
Gestautes Gewässer Rohrbach
Gesamteinzugsgebiet 30 km²
Stauraum  49.000 m³
Art des Absperrbauwerkes  homogener Erddamm
Höhe über der Gründungssohle  10,3 m
Breite der Gründungssohle  in der Talmitte ca. 46,7 m
Höhe über der Talsohle  9,3 m
Höhe der Dammkrone  543,3 m ü. NN
Kronenlänge  130 m
Kronenbreite  13 m
Bauwerksvolumen  16.000 m³

Vorbecken Weißbach

Das Vorbecken Weißbach ging 1980 in Betrieb. Es dient der physikalischen, chemischen und biologischen Vorreinigung des Nebenzuflusses der Talsperre Eibenstock, dem Weißbach.

Bauzeit

1977 - 1980
Gestautes Gewässer Weißbach
Gesamteinzugsgebiet 2,6 km²
Stauraum 30.000 m³
Art des Absperrbauwerkes homogener Erddamm
Höhe über der Gründungssohle 9 m
Breite der Gründungssohle in der Talmitte ca. 40 m
Höhe über der Talsohle 6,5 m
Höhe der Dammkrone 560,1 m ü. NN
Kronenlänge 55 m
Kronenbreite 3,65 m
Bauwerksvolumen 6.650 m³

Talsperre Wolfersgrün

Die Talsperre Wolfersgrün wurde ursprünglich im Jahr 1950 als Vorsperre einer Trinkwassertalsperre gebaut. Da die eigentliche Hauptsperre nie errichtet wurde, hatte diese Talsperre bis zum Jahr 1997 die Aufgabe, den Raum Zwickau mit Trinkwasser zu versorgen. Seit 1998 dient sie dem Hochwasserschutz, der Erholung, der Fischerei und dem Naturschutz.

Bauzeit 1950 - 1954
Gestautes Gewässer  Crinitzbach und Hirschfelder Wasser
Gesamteinzugsgebiet   47,19 km²
Stauraum  0,42 Mio. m³ (0,715 Mio. m³ Gesamtstauraum)
Art des Absperrbauwerkes  Damm aus Erdstoffen
Höhe über der Gründungssohle  11 m
Höhe über der Talsohle  9 m
Höhe der Dammkrone  350,95 m ü. NN
Kronenlänge  146 m
Kronenbreite  4 m
Bauwerksvolumen  35.000 m³

Talsperre Amselbach

Die Talsperre Amselbach wurde ursprünglich 1940 für die Versorgung der Deutschen Reichsbahn bzw. der Dampflokomotiven mit Brauchwasser in Betrieb genommen. Seit den 1950er Jahren stellt die Talsperre Rohwasser für die Trinkwasserversorgung der Region Zwickau bereit.

Bauzeit 1938 - 1942
Gestautes Gewässer  Amselbach
Gesamteinzugsgebiet   2,594 km²
Gesamtstauraum 0,043 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes  Gewichtsstaumauer aus Beton mit Bruchsteinverblendung und gerader Achse
Höhe über der Gründungssohle  14,6 m
Höhe über der Talsohle  9,7 m
Höhe der Mauerkrone  309,7 m ü. NN 
Kronenlänge  75 m
Kronenbreite  2,5 m
Bauwerksvolumen  3.400 m³

Talsperre Klingerbach

Auch die Talsperre Klingerbach wurde ursprünglich 1940 für die Versorgung der Deutschen Reichsbahn bzw. der Dampflokomotiven mit Brauchwasser in Betrieb genommen. Seit den 1950er Jahren stellt die Talsperre Rohwasser für die Trinkwasserversorgung der Region Zwickau bereit.

Bauzeit  1940 - 1940
Gestautes Gewässer  Klingerbach
Gesamteinzugsgebiet   2,445 km²
Stauraum  0,01 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes  Gewichtsstaumauer aus Beton mit Bruchsteinverblendung und gerader Achse
Höhe über der Gründungssohle  7,5 m
Höhe über der Talsohle  ca. 6,5  m
Höhe der Mauerkrone  311,5 m ü. NN
Kronenlänge  51 m
Kronenbreite  1,1 m
Bauwerksvolumen  900 m³

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Sitz der Staumeisterei Eibenstock

Foto der Staumeisterei Eibenstock

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