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Staumeisterei Neunzehnhain

Die Staumeisterei Neunzehnhain, mit ihrem Sitz in Lengefeld, Ortsteil Wünschendorf, betreibt, überwacht und unterhält die Talsperren Einsiedel, Neunzehnhain 1 und 2 sowie die Rohwasserüberleitungsanlagen zwischen diesen Stauanlagen. Sie gehören zum Trinkwassertalsperrenverbundsystem »Mittleres Erzgebirge«.

Talsperre Einsiedel

Die Trinkwassertalsperre Einsiedel befindet sich in der Nähe des Chemnitzer Ortsteiles Einsiedel, am Nordrand des Erzgebirges. Die Stadt Chemnitz ließ sie in den Jahren 1891 bis 1894 bauen, da die fortschreitende Industrialisierung nach immer mehr Wasser verlangte. Die Stauanlage ist die älteste Talsperre Sachsens mit einer Bruchsteinmauer und die zweitälteste ihrer Art in Deutschland.

Die Anlage steht mit den Talsperren Neunzehnhain 1, Neunzehnhain 2 und Saidenbach im Verbund. Ihre Vernetzung erfolgt durch Rohrleitungen, Stollen, Kanäle und natürliche Fließgewässer. Hauptsächlich dient die Talsperre Einsiedel als Ausgleichs- und Pufferspeicher, der eine optimale Wasserüberleitung von den Talsperren Saidenbach und Neunzehnhain zum Wasserwerk Einsiedel sicherstellt.

Die Staumauer der Talsperre steht unter Denkmalschutz.

Talsperre Einsiedel

Talsperre Einsiedel
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

Bauzeit 1891 - 1894
Gestautes Gewässer Stadtguttalbach
Gesamteinzugsgebiet 1,8 km²
Stauraum 0,305 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes Bruchstein-Gewichtsstaumauer mit gekrümmter Achse
Höhe über der Gründungssohle 29 m
Breite der Gründungssohle 20 m
Höhe über Gelände 22 m
Höhe der Mauerkrone 384,44 m ü. NN
Kronenlänge 180 m
Kronenbreite 4 m
Bauwerksvolumen 23.600 m³

Talsperre Neunzehnhain 1

Die Talsperre Neunzehnhain 1, auch Untere Neunzehnhainer Talsperre genannt, liegt im Bornwald zwischen den Erzgebirgsorten Wünschendorf, Lengefeld, Börnichen und Krumhermersdorf. Die vergleichsweise kleine Talsperre mit einem Stauraum von 0,544 Millionen Kubikmetern Wasser steht heute unter Denkmalschutz. Sie wurde in den Jahren 1905 bis 1908 gebaut, um die aufstrebende Industriestadt Chemnitz mit Trinkwasser zu versorgen. Mit ihrer gekrümmten Bruchsteinmauer staut sie das Wasser des Lautenbaches.

Die Talsperre Neunzehnhain 1 ist mit der oberhalb gelegenen Talsperre Neunzehnhain 2 sowie den Talsperren Saidenbach und Einsiedel in das Talsperrensystem »Mittleres Erzgebirge« eingebunden. Über einen Rohwasserüberleitungsstollen fließt das Wasser der Talsperre Neunzehnhain 1 im freien Gefälle auf einer 13 Kilometer langen Strecke in die Talsperre Einsiedel.

Der Stausee der Talsperre Neunzehnhain 1 ist zum Schutz des Wassers vollständig umzäunt und gegen Betreten gesichert. Die Umgebung der Talsperre kann aber zum Wandern und Radwandern genutzt werden.

 

Talsperre Neunzehnhain 1

Talsperre Neunzehnhain 1    
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

Bauzeit 1905 - 1908
Gestautes Gewässer Lautenbach
Zwischeneinzugsgebiet zur Talsperre Neunzehnhain 2 10,729 km²
Stauraum 0,544 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes Bruchsteingewichtsstaumauer
Höhe über der Gründungssohle 25 m
Breite der Gründungssohle 17,5 m
Höhe über Gelände 18 m
Höhe der Mauerkrone 431,5 m ü. NN
Kronenlänge 150 m
Kronenbreite 4 m
Bauwerksvolumen 19.400 m³

Talsperre Neunzehnhain 2

Ebenfalls im Bornwald bei Lengefeld im Erzgebirge wurde im Oberlauf des Lautenbaches 1914 die große Schwester der Talsperre Neunzehnhain 1 in Betrieb genommen - die Talsperre Neunzehnhain 2.Sie ist etwa 100 Meter höher gelegen und deshalb auch als Obere Neunzehnhainer Talsperre bekannt. Die beiden Gewässer Lautenbach und Gänsebach staut sie zu einem knapp 29 Hektar großen See mit einem Fassungsvermögen von rund 2,9 Millionen Kubikmetern Wasser. Die Talsperre steht heute unter Denkmalschutz.

In den Jahren 1996 bis 2000 wurde sie umfassend saniert. Das Wasser aus der Talsperre Neunzehnhain 2 ist besonders rein und damit fast einzigartig. In seiner Qualität ist es nachweislich eines der besten in Deutschland. Daher dient die Talsperre innerhalb des Talsperrensystems »Mittleres Erzgebirge« als Gütespeicher. Das bedeutet, ihr Wasser kann dem Rohwasser, das zur Talsperre Einsiedel fließt, zur Verbesserung der Qualität beigemischt werden.

Um diese ausgezeichnete Qualität nicht zu gefährden, sind in der Trinkwassertalsperre Neunzehnhain 2 Baden und Wassersport sowie das Betreten der Ufer nicht erlaubt. Der Stausee ist vollständig eingezäunt. Ihre Mauerkrone ist aber für Besucher zugänglich. In einem Informationspavillon können sie zudem Wissenswertes über die Talsperre und ihre Konstruktion erfahren.

  • Wanderkarte zur Talsperre Neunzehnhain II
    Im Programmflyer zur Hundertjahrfeier der Talsperre Neunzehnhain II ist eine Wanderkarte enthalten. Sie zeigt die schönsten Routen rund um die in einer Trinkwasserzone liegenden Talsperre.
Talsperre Neunzehnhain 2

Talsperre Neunzehnhain 2     
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

 Bauzeit 1911 - 1914
 Sanierung 1996 - 2000
 Gestautes Gewässer Lautenbach
 Gesamteinzugsgebiet 13,463 km²
 Stauraum 2,895 Mio. m³
 Art des Absperrbauwerkes Bruchsteingewichtsstaumauer
 Höhe über der Gründungssohle 37,81 m
 Breite der Gründungssohle 25 m (mit Kontrollgang 32 m)
 Höhe über Gelände 33 m
 Höhe der Mauerkrone 526,31 m ü. NN
 Kronenlänge 280 m
 Kronenbreite 5,9 m
 Bauwerksvolumen 516.000 m³

Rohwasserüberleitungsanlagen

Die Rohwasserüberleitungsanlagen verlaufen von der Talsperre Neunzehnhain 1 zur Talsperre Einsiedel. Sie wurden von 1903 bis 1908 gebaut und haben eine Gesamtlänge von 13,17 Kilometern. Das Wasser wird über 9,83 Kilometer durch Stollen, über 2,26 Kilometer durch Kanäle und über 1,08 Kilometer durch Rohrleitungen geführt. Außerdem überqueren zwei denkmalgeschütze Aquädukte die Täler in Krumhermersdorf sowie zwischen Zschopau und Waldkirchen.

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