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Staumeisterei Lohsa/Knappenrode

Die Staumeisterei Lohsa/Knappenrode mit ihrem Dienstsitz in Lohsa betreibt und unterhält folgende wasserwirtschaftlichen Anlagen: das Speicherbecken Lohsa I und das Speicherbecken Knappenrode. In Lohsa unterhält die Staumeisterei ein Hochwasserschutzlager des Freistaates Sachsen.

Speicherbecken Lohsa I

Der Speicher Lohsa I entstand in den Jahren 1967 und 1972 aus dem ehemaligen Braunkohletagebau Glückauf II. Die Stauanlage setzt sich aus den Tagebaurestseen Friedersdorf (auch »Silbersee« genannt) und Mortka zusammen. Für eine wasserwirtschaftliche Nutzung beider Restseeflächen wurden sie mit einem Graben verbunden. Der Speicher Lohsa I liegt im seitlich neben der Kleinen Spree und hat kein Absperrbauwerk.

Die Anlage wird zur Brauchwasserversorgung und Niedrigwasseraufhöhung der Spree genutzt. Außerdem dient sie der Nachsorge und Flutung von Tagebaurestseen sowie dem Hochwasserschutz, der Fischerei und der Naherholung.

Speicher Lohsa I

Speicher Lohsa I
(Foto: LTV / K. Lassig)

Bauzeit 1967 - 1972
Gestautes Gewässer Speicherbecken liegt im Nebenschluß der Kleinen Spree
Gesamteinzugsgebiet 109,9 km²
Stauraum 5,8 Mio. m³ (ohne Berücksichtigung des Totraumes)

Speicherbecken Knappenrode

Der Speicher Knappenrode, auch Knappensee genannt, liegt südöstlich von Hoyerswerda. Der Speicher dient heute vorrangig zur Aufhöhung niedriger Wasserstände der Flüsse Schwarzwasser und Schwarzer Graben.

Bis 1944 wurde das Gebiet als Tagebau zur Braunkohlegewinnung genutzt. Während des 2. Weltkrieges und einem Hochwasser besonderen Ausmaßes wurde das Gelände innerhalb kurzer Zeit geflutet. Mehrere Deichbrüche vergrößerten die Wasserfläche. An den Ufern des neuen Sees kam es zu Rissen und Erdrutschen. In den Jahren 1951 bis 1953 wurden durch umfangreiche Bauarbeiten die Uferzonen gesichert. Die eingesetzten Arbeitskolonnen schütteten einen drei Meter hohen und 4,35 Kilometer langen Erddamm als Hochwasserschutzdeich auf.

Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) führt aktuell umfangreiche Maßnahmen zur Gefahrenabwehr gemäß Sächsicher Hohlraumverordnung durch. Daher ist der See seit Mai 2014 komplett umzäunt und die Wasseroberfläche gesperrt.

Speicher Knappenrode

Speicher Knappenrode
(Foto: LTV / K. Lassig)

Bauzeit 1913 - 1945 Tagebau, 1951 - 1953 (wasserbauliche Anlagen)
Gestautes Gewässer Altes Schwarzwasser (im Nebenschluß)
Gesamteinzugsgebiet 222,53 km²
Stauraum 6,38 Mio. m³
Art des Absperrbauwerkes am Westufer homogener Hochwasserschutzdamm (Kippensande)
Höhe über der Gründungssohle 3,75 m
Höhe über Gelände 128,1 m ü. NN
Kronenlänge 4350 m
Kronenbreite 3 m

 

Marginalspalte

Sitz der Staumeisterei Lohsa/Knappenrode

Foto des Dienstgebäudes Lohsa

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