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Fachinformationen

In der Landestalsperrenverwaltung arbeiten Ingenieure, Hydrologen und Naturwissenschaftler mit hoher Fachkompetenz. Gebündeltes Wissen aus vielen Bereichen der Wasserwirtschaft und des Wasserbaus konzentriert sich hier. Deshalb sind viele Mitarbeiter der LTV in wissenschaftlich-technischen Vereinigungen aktiv und gestalten das technische Regelwerk mit.

Nitratbericht

Entwicklung der Nitrat-Konzentrationen in den sächsischen Trinkwasser-Talsperren

Die Landwirtschaft der DDR wurde über viele Jahre hinweg immer intensiver. Deshalb gab es in den 1970er Jahren relativ hohe Nitratkonzentrationen in den sächsischen Trinkwassertalsperren und ihren Zuläufen.

Ab den 1990er Jahren nahmen diese Konzentrationen wieder stetig ab. Das lag vor allem am Abbau landwirtschaftlicher Kapazitäten - vor allem im Viehbesatz. Gleichzeitig wurde eine wasserschutzkonforme Landbewirtschaftung und eine pflanzenbedarfsgerechte Düngung etabliert.

Die Landwirte erhalten heute Ausgleichszahlungen für erhöhte Aufwendungen in Wasserschutzgebieten. Dies betrifft v.a. erosionsmindernde Maßnahmen, den Anbau von Zwischenfrüchten nach der Haupternte und ein Gülleverbot in der Schutzzone II.

Derzeit liegen die Nitratkonzentrationen in allen sächsischen Trinkwassertalsperren unter dem Richtwert der EU-Nitrat-Richtlinie von 25 mg/l. Damit werden die Forderungen der Trinkwasserverordnung bereits von Seiten des Rohwassers in vollem Umfang erfüllt.

Nitratkonzentrationen (Jahresmittel) in sächsischen Trinkwasser-Talsperren im Zeitraum von 1967 bis 2014

 

Dreieckssymbole: Einzugsgebiete mit hohem Waldanteil
Offene Kreissymbole: Einzugsgebiete mit Wald & Landwirtschaft
Geschlossene Kreissymbole: Einzugsgebiete mit hohem landwirtschaftlichen Flächenanteil
Rot: Talsperren im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge (außer TS Gottleuba)

Die Linien kennzeichnen den robust ermittelten, linearen Trendverlauf; "b" ist der mittlere jährliche Änderung der Nitratkonzentrationen des Freiwassers [in mg L-1 a-1] bezogen auf den Zeitraum mit der stärksten Nitratabnahme [1990 bis 2004].

 

Das sächsische Maßnahmenprogramm zu den Hochwasserrisikomanagementplänen der Elbe und der Oder

Die Hochwasserrisikomanagementpläne für die Flusseinzugsgebiete der Elbe und der Oder sind im Dezember 2015 in Kraft getreten. Die Pläne dienen dazu, die nachteiligen Folgen von Hochwasser aus oberirdischen Gewässern zu verringern, soweit dies möglich und verhältnismäßig ist. Dafür legen sie angemessene Ziele und Maßnahmen fest. Diese umfassen verschiedene Handlungsfelder und reichen von der Risikovermeidung über Hochwasserwarnung und -schutz bis hin zur Regeneration und zur Überprüfung des Risikomanagements nach Hochwasserereignissen.

Für den sächsischen Teil der Elbe- und Odereinzugsgebiete werden die Hochwasserrisikomanagementpläne durch das vorliegende Maßnahmenprogramm konkretisiert.

Ökologische Studie zu Hochwasserrückhaltebecken

Hochwasserrückhaltebecken werden heute meist als sogenannte „Grüne Becken“ errichtet. Das bedeutet, nur bei Hochwasser wird Wasser eingestaut. Wie aber wirkt sich der eher seltene Hochwasserbetrieb auf Tiere und Pflanzen im Stauraum aus?

In mehreren Hochwasserrückhaltebecken im Erzgebirge hat die Landestalsperrenverwaltung dazu eine ökologische Studie durchgeführt. Dabei wurde der Zustand der Becken rund 50 Jahre nach ihrem Bau und etwa zehn Jahre nach einem extremen Hochwasser dokumentiert. Daraus lassen sich Rückschlüsse ziehen, welche Verhältnisse mittel- bis langfristig auch an neuen Beckenstandorten zu erwarten sind.

Die Studie wurde Ende 2015 fortgeschrieben: Für das Hochwasserrückhaltebecken Buschbach ist sie um Informationen zu Käfern, Spinnen, Tagfaltern und Heuschrecken ergänzt worden.

Hinweise und Anregungen zur Studie können Sie gerne an Naturschutz@ltv.sachsen.de übermitteln.

August-Hochwasser 2010 an der Talsperre Stollberg

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Bild: Logo: Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen

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