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Wassergüte

Die Landestalsperrenverwaltung sorgt nicht nur dafür, dass Trinkwasser in ausreichender Menge vorhanden ist, sondern sie legt auch ein besonderes Augenmerk auf die Qualität des Wassers. Seit Beginn der 1990er Jahre hat sich in puncto Wasserqualität in Sachsen einiges getan. Viele Talsperren und ihre Zuflüsse sind sauberer geworden. Durch die konsequente Umsetzung eines Multi-Barrieren-Systems kann heute eine hohe Versorgungssicherheit garantiert werden. Damit das auch in Zukunft so bleibt, setzt die Landestalsperrenverwaltung alles daran, die heutigen Standards zu sichern und weiter auszubauen.

Qualitätssicherung / Überwachung

Damit die Qualität auf Dauer stimmt, betreibt die LTV vier Untersuchungsstellen, die die Wasserbeschaffenheit in den Stauanlagen der LTV überwachen. Um die Talsperren und Speicher sowie ihre Zuflüsse in kürzester Zeit zu erreichen, sind die Untersuchungsstellen in verschiedenen Regionen angesiedelt: in Radeburg bei Dresden, in Paulsdorf bei Dippoldiswalde, in Reifland im Erzgebirge und in Plauen im Vogtland.

Sie kontrollieren die Wasserqualität der Talsperren und Speicher flächendeckend. So kann die Landestalsperrenverwaltung die bestmögliche Qualität ihres Talsperrenwassers garantieren. Das gilt sowohl für Trinkwassertalsperren als auch für Anlagen, die unter anderem touristisch genutzt werden. Die Landestalsperrenverwaltung ist jederzeit im Bilde darüber, ob sich zum Beispiel Algen in einem Badegewässer ihres Zuständigkeitsbereiches bilden. Auch bei Havarien und Unfällen im Einzugsgebiet der Gewässer ist es besonders wichtig, dass sofort Proben genommen und diese in den Laboren ausgewertet werden. Nur so kann innerhalb kürzester Zeit gehandelt werden.

Zahlreiche automatische Messstationen ergänzen die umfangreiche Überwachung der Talsperren, Speicher und Zuflüsse. Ihre Messdaten werden online an die Untersuchungsstellen übermittelt und dienen vor allem der Früherkennung von Wasserbelastungen.

Anbieter für Ringversuche

Seit 2007 führt die Landestalsperrenverwaltung Ringversuche für die Phytoplanktonanalyse durch. Sie ist einer von zwei in Europa nach DIN EN ISO/IEC 17043 akkreditierten Versuchsanbietern. 

Bei den Ringversuchen erhalten die teilnehmenden Labore identische Proben, die nach vorgegebenen Kriterien analysiert werden müssen. Die Ergebnisse der Labore bewerten die Experten der Landestalsperrenverwaltung mit Hilfe genormter statistischer Verfahren und vergeben Zertifikate. Ringversuche haben damit eine zentrale Bedeutung im Qualitätsmanagement von Prüflaboren. Mit ihrer Hilfe können die Teilnehmer ihre analytische Leistungsfähigkeit nachweisen. An den Versuchen nehmen Prüflabore aus ganz Europa teil.

Das Phytoplankton ist ein besonders wichtiger Parameter für Trinkwasserspeicher, da es die Wasseraufbereitung empfindlich stören kann. Außerdem wird das Phytoplankton für die Bewertung der Talsperren und Speicher nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie benötigt. Das entwickelte Ringversuchsdesign gliedert sich in drei Komponenten:

  • Komponente 1: Referenzzählkammer - Berechnung der Konzentration und Volumenkonzentration von Mirkopartikeln
    Dieses Verfahren wurde von der Landestalsperrenverwaltung entwickelt und ist ein weltweites Alleinstellungsmerkmal.
  • Komponente 2: Planktonprobe - Berechnung von Gesamtzellzahl und Gesamtbiovolumen
  • Komponente 3: Videoclips von Planktonalgen - Taxonomische Bestimmung der Algen

Weitere Informationen finden Sie auf folgender Internetseite:

Trinkwasserschutzgebiete

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Es steht deshalb auch unter besonderem gesetzlichen Schutz und muss höchsten Qualitätsanforderungen entsprechen. Damit dieser Anspruch gesichert ist, beginnt die Qualitätsprüfung jedoch nicht erst in den Wasserwerken, sondern bereits an den Talsperren und in ihren Einzugsgebieten. Darum gibt es Trinkwasserschutzgebiete, in denen Anwohner und Besucher sowie die Land- und Forstwirtschaft strenge Regeln befolgen müssen. Dazu zählt auch, dass in Trinkwassertalsperren Baden und Wassersport nicht erlaubt ist. Denn nur so kann der hohe Reinheitsgrad des Wassers gewährleistet werden.

In Sachsen wird für den Trinkwasserschutz ein Multi-Barrieren-System angewendet. Das bedeutet, dass der Weg des Wassers lückenlos von der Quelle bis zum Wasserhahn in allen seinen Einzelteilen geschützt wird. Dieser Schutz beginnt bereits in den Einzugsgebieten des Wassers. Anschließend durchläuft das Wasser Vorbecken und Vorsperren, bis es in die Talsperren gelangt. Von dort wird das Wasser an die Wasserwerke geleitet und erreicht über Wasserverteilungssysteme die Abnehmer.

Wasserrahmenrichtlinie

Mit der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) wird erstmals ein vereinheitlichtes europäisches Wasserrecht für den Schutz der Gewässer geschaffen. Die WRRL integriert nahezu alle bisherigen EG-Gewässerschutzrichtlinien. Ihre wichtigsten Ziele sind:

  • Erreichen eines guten chemischen und ökologischen Zustands bzw. 
    eines guten chemischen und ökologischen Potentialsder Gewässer bis möglichst 2015
  • Verschlechterungsverbot und umfassender Gewässerschutz für alle 
    Gewässer
  • europaweit einheitliche Umweltqualitätsnormen
  • ganzheitlicher Klassifizierungsansatz des ökologischen Potentials
    (chemischer Zustand, Gewässerbiologie und -struktur)
  • Bewirtschaftung nach hydrologischen Einzugsgebieten
  • kombinierter Ansatz zwischen Emissionsgrenzwerten und 
    Wassergütezielen
  • Nachweis kostendeckender Wasserpreise
  • Einbindung der Öffentlichkeit in den Planungs- und 
    Entscheidungsprozess

Trophiebewertungen

Die Landestalsperrenverwaltung verfügt über 26 Standgewässer, die nach den Vorgaben der Sächsischen Wasserrahmenrichtlinien-Verordnung bewertet werden müssen. Dafür ist es notwendig so genannte Trophiebewertungen durchzuführen.

Die Trophie ist ein Maß zur Charakterisierung der Nährstoffsituation eines Gewässers. Bei Talsperren und Speichern ist die Trophie das Maß für die Intensität der planktischen Algenproduktion im Standgewässer. Ist die Trohpie sehr gering (oligotroph), bedeutet das, dass in der Talsperre wenige Nährstoffe vorhanden sind und nur ein geringes Algenwachstum stattfindet. Das führt zu hohen Sichttiefen im Wasser. Ist die Trophie dagegen sehr hoch, heißt das, die Nährstoffverfügbarkeit ist sehr hoch und es kann zu Algenmassenentwicklungen kommen.

EU-Badegewässer

 

Viele der Stauanlagen der Landestalsperrenverwaltung werden zum Baden genutzt. Einige davon sind ausgewiesene EU-Badegewässer. Das bedeutet, sie sind allgemein anerkannte Badeseen, die jedes Jahr kurz vor und während der Badesaison von Experten auf ihre Qualität geprüft werden.

Folgende Anlagen der LTV sind EU-Badegewässer:

  • Talsperre Bautzen
  • Talsperre Malter
  • Talsperre Falkenstein
  • Talsperre Pirk 
  • Talsperre Pöhl 
  • Talsperre Koberbach 
  • Erzengler Teich 
  • Knappensee
  • Silbersee (auch Speicher Lohsa I , Teilbecken Friedersdorf genannt) 
  • Speicher Borna

Marginalspalte

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