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Technische Überwachung

Stauanlagen müssen ständig überwacht werden. Nur so ist ein dauerhaft sicherer Betrieb möglich. Neben visuellen Kontrollen kommen unterschiedliche Messverfahren zum Einsatz, um Deformationen, Druckveränderungen und abweichende Sickerwassermengen frühzeitig zu erkennen. Die Messkonzepte und -geräte müssen dabei regelmäßig überprüft beziehungsweise gewartet werden. Auf diese Weise erhält man eine umfassende Aussage zum Bauwerksverhalten und somit zur Standsicherheit einer Anlage. Verhaltens- und Zustandsanalysen geben darüber hinaus genaueren Aufschluss. Und auch bei der Planung neuer Stauanlagen werden verschiedene Aspekte der Anlagensicherheit berücksichtigt.

Überwachungsmessungen

Die Messungen zur Bauwerksüberwachung müssen für alle Anlagen der LTV koordiniert und kontrolliert werden. Die Messungen selbst erfolgen meist durch das jeweilige Personal an den Stauanlagen. In einigen Fällen sind auch Vermessungsbüros damit betraut und bei besonderen Aufgaben werden sie durch speziell ausgebildete Mitarbeiter der LTV durchgeführt.

Überwachungsmessungen müssen aber auch kontrolliert werden, um ihre ordnungsgemäße Durchführung auf der Grundlage von Messprogrammen sicherzustellen. Dafür werden die Ergebnisse zusammengestellt und Plausibilitätsprüfungen unterzogen. Einmal jährlich werden die Ergebnisse der messtechnischen Überwachung in Sicherheitsberichten dokumentiert.

Auch bei Neubauprojekten oder Instandsetzungen von Stauanlagen muss die Modernisierung von Messtechnik entsprechend geplant und begleitet werden.

Anlagensicherheit

Mit Standsicherheitsnachweisen wird überprüft, ob eine Anlage verschiedensten Belastungen standhält und ob Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit gegeben sind. Eine wichtige Grundlage hierfür sind Baugrundgutachten und seismologische Gutachten, die an qualifizierte Ingenieurbüros und Sachverständige vergeben und deren Erstellung durch die LTV begleitet wird. Die Standsicherheitsberechungen werden an Ingenieurbüros vergeben oder von der LTV durchgeführt.

Für alle Talsperren muss neben den jährlichen Berichten in regelmäßigen Abständen eine vertiefte Überprüfung durchgeführt werden. Je nach Größe und Bedeutung des Bauwerks geschieht dies alle 10 bis 15 Jahre. Daneben werden Verhaltens- und Zustandsanalysen erstellt und gepflegt, für die statistische und deterministische Prognosemodelle zum Bauwerksverhalten einbezogen werden.

Auch bei der Planung von Anlagen, wie beispielsweise dem Neubau von Hochwasserrückhaltebecken, spielt die Anlagensicherheit bereits eine große Rolle. So sind Sicherheitsexperten bereits bei der Baugrunderkundung dabei und beraten bei der Anschaffung und dem Einbau der messtechnischen Ausrüstung.

Hydrotechnisches Informationssystem und Geoinformationssysteme

In der LTV werden verschiedene Daten in einem Hydrotechnischen Informationssystem (HTIS) oder in Geoinformationssystemen digital verwaltet und zur Verfügung gestellt. Damit wird die hausinterne Arbeit an verschiedenen Projekten erleichtert, aber auch die Zusammenarbeit mit Auftragnehmern.

Marginalspalte

Bild: Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen

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