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Staumeisterei Sosa / Carlsfeld

Die Staumeisterei Sosa / Carlsfeld mit ihrem Dienstsitz in Sosa betreibt und unterhält die Talsperren Sosa und Carlsfeld.

Talsperre Sosa

Die Talsperre Sosa liegt im Höllengrundtal in der Nähe der Gemeinde Sosa. Die Anlage staut das Wasser der Kleinen Bockau und wurde mit der letzten gekrümmten Bruchsteinmauer in Deutschland errichtet. Dort, wo sich heute der 39 Hektar große See erstreckt, sollte allerdings schon viel früher Wasser gestaut werden. Den ersten Plan zum Bau einer Talsperre am gleichen Ort gab es bereits 1908. Sie sollte die umliegenden Gemeinden mit Trinkwasser versorgen. Jedoch wurde dieser Plan aus finanziellen Gründen nie ausgeführt. Auch ein zweiter Anlauf, den die Stadt Zwickau 1915 mitten im Ersten Weltkrieg unternahm, endete wegen der Zeitumstände erfolglos. 1938 war das Projekt zwar erneut auf der Tagesordnung, kam aber wegen des Zweiten Weltkrieges nicht über das Prüfungsstadium hinaus. Ihr Bau begann schließlich 1949, noch vor der Gründung der DDR. Von Anfang an erschwerten Materialmangel sowie fehlende Technik und Fahrzeuge die Bauarbeiten. Dennoch gelang es, die Talsperre bereits 1952 fertig zu stellen.

Seit ihrer Inbetriebnahme versorgt die Talsperre Sosa den Raum Aue-Schwarzenberg mit Trinkwasser. Ihre Hochwasserschutzfunktion ist auf das Tal der Großen Bockau begrenzt. Als Trinkwasserreservoir sind hier Baden oder Wassersport nicht möglich. Sie ist aber dennoch ein beliebtes Ausflugsziel. So gibt es rund um die Talsperre gut ausgeschilderte Wanderwege und im Winter werden Langlaufloipen gespurt.

Talsperre Sosa

Talsperre Sosa
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

Bauzeit  1949 - 1952 
Gestautes Gewässer  Kleine Bockau
Gesamteinzugsgebiet   17,153 km²
Stauraum   5,94 Mio m³
Art des Absperrbauwerkes  Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinen mit gekrümmter Achse
Höhe über der Gründungssohle  58,4 m
Breite der Gründungssohle  44 m
Höhe über der Talsohle  49,1 m
Höhe der Mauerkrone  640 m ü. NN
Kronenlänge  200 m
Kronenbreite  4 m
Bauwerksvolumen  101.000 m³
maximale Aufbereitungsmenge/Tag  12.500 m³

Talsperre Carlsfeld

Die Talsperre Carlsfeld liegt am Erzgebirgskamm, in der Nähe des Eibenstocker Stadtteils Carlsfeld. Sie ist mit 905 Metern über dem Meeresspiegel die höchstgelegene Trinkwassertalsperre Deutschlands. Sie wird mitunter auch als »Wilzschtalsperre« oder als Talsperre »Weiterwiese« bezeichnet. Der erste Name stammt von dem angestauten Wasser, der Wilzsch. Der zweite bezieht sich auf das Dörfchen Weiterwiese, das dem Bau der Talsperre weichen musste.

Ihre Entstehung verdankt die Talsperre einer Hochwasserkatastrophe. 1908 verursachte eine verheerende Flut immense Schäden im Ort Carlsfeld. Um ein solches Hochwasserereignis künftig vermeiden zu können und um die Trinkwasserversorgung für Schönheide zu verbessern, begannen schließlich 1926 die Bauarbeiten für die Talsperre. Rund 300 Arbeiter waren am Bau beteiligt. Das Absperrbauwerk ist eine gekrümmte Mauer aus Bruchsteinen, die heute unter Denkmalschutz steht. Zwischen 1997 und 2000 wurde die Talsperre grundlegend saniert.

Von Anfang an hatte die Stauanlage zwei wichtige Funktionen. Sie soll die Region vor einer neuen Hochwasserkatastrophe schützen sowie verschiedene westerzgebirgische und vogtländische Kommunen mit Trinkwasser versorgen. Unterhalb der Staumauer wurde dafür ein Wasserwerk gebaut, das das Rohwasser zu Trinkwasser aufbereitet. Der besondere Vorteil dabei ist, dass das aufbereitete Wasser ohne die Hilfe von Pumpen direkt in das Versorgungsgebiet fließen kann, da die Stauanlage fast auf gleicher Höhe mit dem Gebirgskamm liegt.

Die Anlage ist eine Trinkwassertalsperre. Deshalb sind dort Baden und sonstiger Wassersport nicht möglich. Die Talsperre Carlsfeld ist aber dennoch ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer, Radfahrer, Naturliebhaber und Skilangläufer.

Talsperre Carlsfeld

Talsperre Carlsfeld
(Foto: LTV / Kirsten Lassig)

Bauzeit

1926 - 1929

Sanierung 1997 - 2000
Gestautes Gewässer  Wilzsch
Gesamteinzugsgebiet   5,417 km²
Stauraum   3,04 Mio m³
Art des Absperrbauwerkes  Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinen mit gekrümmter Achse
Höhe über der Gründungssohle  31,8 m
Breite der Gründungssohle  20 m
Höhe über der Talsohle  24,3 m
Höhe der Mauerkrone  905,55 m ü. NN
Kronenlänge  206 m
Kronenbreite  5 m
Bauwerksvolumen  29.000 m³
maximale Aufbereitungsmenge/Tag  ca. 9.000 m³
Rohwasserabgabe zur Trinkwasseraufbereitung  87 l/s
Garantierte Wildbettabgabe  10 l/s

Marginalspalte

Sitz der Staumeisterei Sosa / Carlsfeld

Dienstgebäude der Staumeisterei Sosa

Dienstgebäude der Staumeisterei Carlsfeld

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