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Animationen: Funktion von Talsperren und Poldern bei Hochwasser

Wie wird eine Talsperre bei Hochwasser gesteuert? Was ist der Unterschied zwischen einer Deichrückverlegung und einem Flutpolder? Hier erfahren Sie mehr dazu.

Talsperrenbewirtschaftung bei Hochwasser

Talsperren spielen in Sachsen eine wichtige Rolle für den Hochwasserschutz. Jedoch sind Talsperren in der Regel keine reinen Hochwasserschutzanlagen sondern erfüllen mehrere Aufgaben gleichzeitig. So sind sie in erster Linie Speicher für Trink- und Brauchwasser. Außerdem sorgen sie bei Trockenheit dafür, dass die Flüsse nicht austrocknen. An einigen Brauchwassertalsperren wird außerdem Strom produziert, Fische gezüchtet oder sie werden touristisch genutzt.

Für das Wasser aus Trinkwassertalsperren gelten ganz besondere Anforderungen an die Wasserqualität. Deshalb muss bei Hochwasser eine Trinkwassertalsperre so bewirtschaftet werden, dass so wenig schmutziges Wasser wie möglich in den Wasserspeicher gelangt. Außerdem sollte so viel sauberes Wasser wie möglich erhalten bleiben, um die Wasserversorgung der Bevölkerung sicher zu stellen.

Diese verschiedenen Nutzungen konkurrieren miteinander. Deshalb gibt es für jede einzelne Talsperre Bewirtschaftungspläne. In den Bewirtschaftungsplänen sind auch Extremereignisse wie Hochwasser vorgesehen. Da jedes Hochwasser aber etwas anders ist, kommt es hier vor allem auf Erfahrung und Fingerspitzengefühl an.

Aufbau einer Talsperre

Aufbau einer Talsperre

Szenario 1: Steuerung einer Talsperre bei einem normalen Hochwasser

Szenario 1: Steuerung einer Talsperre bei einem normalen Hochwasser

Szenario 2: Steuerung einer Talsperre bei einem extremen Hochwasser

Szenario 2: Steuerung einer Talsperre bei einem extremen Hochwasser

Hochwasserrückhalt in der Fläche

In hochwassergefährdeten Gebieten ist es am wirkungsvollsten, das Wasser schon am Entstehungsort oder in natürlichen Retentionsräumen zurückzuhalten. So können Überschwemmungen in besiedelten Gebieten abgeschwächt werden und das Schadenspotential sinkt. Die sächsischen Hochwasserschutzkonzepte für die Elbe und die Gewässer I. Ordnung enthalten deshalb unter anderem auch Vorschläge für Deichrückverlegungen und Flutpolder. Jedoch sind die Möglichkeiten des Hochwasserrückhalts in der Fläche in unserer heutigen Kulturlandschaft sehr begrenzt.

Deichrückverlegungen können kleinere Hochwasser etwas abschwächen, haben aber eine geringe Wirkung. Bei Extremereignissen wie das Augusthochwasser 2002 und das Junihochwasser 2013 bieten sie kaum Schutz. Großflächige Überschwemmungen von Auenlandschaften zuzulassen, kann im Tiefland eine Hochwasserwelle schon eher senken. Jedoch ist der Freistaat Sachsen ein dicht besiedeltes Land, so dass großflächige Auen nur noch selten zu finden sind.

Die beste Möglichkeit, im Tiefland Wasser in der Fläche zurückzuhalten sind daher steuerbare Flutpolder. Mit ihnen können Hochwasserspitzen gezielt gekappt werden. Bei kleineren Hochwassern haben sie eine sehr große Wirkung. Aber auch Extremereignisse können mit Poldern noch wirksam gedämpft werden. Allerdings werden auch für Flutpolder geeignete Flächen benötigt.

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Bild: Abbildung Logo Landestalsperrenverwaltung Sachsen

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