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Laufbahnausbildung im höheren Forstdienst

1. Tätigkeitsbeschreibung

Nach dem Absolvieren der Laubbahnausbildung im höheren Forstdienst bietet sich die Möglichkeit, in einem sächsischen Forstbezirk als Leiter/in, Abteilungsleiter/in oder Referent/in eingesetzt zu werden, aber auch als Referent, Referatsleiter, Abteilungsleiter in der Geschäftsleitung des Staatsbetriebes Sachsenforst oder im Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Das Arbeitsfeld ist hierbei sehr breit gefächert.

Die Leitung eines Forstbezirkes beinhaltet u. a. folgende Aufgaben:

  • Betreuung der Waldbesitzer, Auskunft über Fördermöglichkeiten
  • Repräsentation des Forstbezirkes nach außen: gegenüber der Bevölkerung, anderen Ämtern sowie Städten und Gemeinden; Vertretung der Belange des Waldes
  • Planung der nachhaltigen Nutzung des Holzes, dabei Einhaltung der Forstplanung, Verbesserung des Waldzustandes
  • Verkauf des geernteten Holzes an Sägewerke, Zellstoff- und Papierindustrie, an Plattenwerke oder Holzhändler
  • Öffentlichkeitsarbeit: Information der Bevölkerung über den Wald (u. a. Waldzustand, Waldbewirtschaftung) und die Aufgaben der Forstbehörde; Beratung bei allen forstlichen Fragen
  • Leitung der Jagd im Verwaltungsjagdbezirk des Forstbezirkes

Auch private und kommunale Waldeigentümer setzen zum Teil Absolventen des höheren Dienstes zur Leitung ihrer Forstbetriebe ein. Beschäftigungsmöglichkeiten finden sich ferner bei der Forstverwaltung des Bundes, bei Landkreisen und kreisfreien Städten (untere Forstbehörde), im Bereich der Holz- und Papierindustrie, als Forstsachverständiger (z. B. in Planungsbüros), im Umweltschutz, bei den Jägerschaften sowie in der Entwicklungshilfe.

2. Laufbahnausbildung

Das Absolvieren der Laufbahnausbildung für den höheren Forstdienst (Referendarzeit) ist Voraussetzung für eine Tätigkeit im höheren Forstdienst der staatlichen Forstverwaltung.

Der Freistaat Sachsen stellt im zweijährigen Turnus jeweils zehn Referendare für diesen Vorbereitungsdienst ein. Die Ausbildung ist sehr praxisbezogen, dauert zwei Jahre und schließt mit dem Ablegen der Großen Forstlichen Staatsprüfung und der Ernennung zum/zur Assessor/in des Forstdienstes ab. Forstreferendare sind während der Ausbildung Beamte auf Widerruf.

2.1. Voraussetzungen

Bewerber für die Laufbahnausbildung im höheren Forstdienst müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Diplom- oder Masterabschluss eines forstwissenschaftlichen Studiengangs an einer Universität oder Hochschule der Bundesrepublik Deutschland oder eine als gleichwertig anerkannte Abschlussprüfung in einem entsprechenden Studiengang außerhalb der Bundesrepublik Deutschland (i. d. R. soll der Abschluss des Studiums nicht länger als vier Jahre zurückliegen)
  • Prüfungszeugnis für die Erlangung des ersten Jagdscheins nach dem Bundesjagdgesetz 
  • Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis
  • gesundheitliche Eignung für den höheren Forstdienst (Forstdiensttauglichkeit)

2.2. Inhalte der Ausbildung

 Ausbildungsabschnitt Thema  Dauer
I Forstbezirk 9 Monate
II  Landkreis/Kreisfreie Stadt 2 Monate
III Landespflege/Naturschutz 2 Monate
IV Forsteinrichtung/Standortskunde 6 Monate
Verwaltungsseminar 2 Monate
VI  Große Forstliche Staatsprüfung 3 Monate

2.3. Bewerbung

Die Bewerbungsfrist läuft jeweils bis zum 31. März des Einstellungsjahres. Der nächste Einstellungstermin ist der 1. Juni 2017.

Die Bewerbungen sind schriftlich zu richten an:

Staatsbetrieb Sachsenforst - Geschäftsleitung
Referat Personal, Organisation, Aus- und Fortbildung
Bonnewitzer Str. 34
01796 Pirna OT Graupa

Der Bewerbung sind folgende Unterlagen beizufügen:

  1. ein Anschreiben mit handschriftlichem, tabellarischem Lebenslauf (Formular A)
  2. zwei Passbilder neuen Datums
  3. der Staatsangehörigkeitsnachweis (z. B. Reisepass oder Personalausweis) oder eine Bescheinigung über die Rechtsstellung als Deutscher im Sinne von Artikel 116 des Grundgesetzes
  4. das Zeugnis der Hochschulreife oder der Nachweis eines als gleichwertig anerkannten Bildungsabschlusses
  5. das Zeugnis der Diplomvor- oder Bachelorprüfung
  6. das Zeugnis der Diplom- oder Masterprüfung oder das Zeugnis einer als gleichwertig anerkannten Prüfung
  7. der Nachweis über die bestandene Jägerprüfung oder der gültige Jagdschein
  8. ggf. Nachweise über berufliche Tätigkeiten und Dienstzeugnisse
  9. ggf. Heiratsurkunde und Geburtsurkunden von Kindern
  10. ggf. Bescheinigung über abgeleisteten Wehr- oder Ersatzdienst
  11. ein ärztliches Zeugnis, in dem die körperliche und gesundheitliche Eignung bescheinigt wird (Attest vom Hausarzt, nicht älter als 6 Monate)
  12. eine Erklärung des Bewerbers darüber, dass gegen ihn kein gerichtliches Strafverfahren oder staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren anhängig ist/ Erklärung über geordnete wirtschaftliche Verhältnisse (Formular B)

Die unter Nr. 3 bis 7 genannten Zeugnisse, Urkunden und Dokumente sind als amtlich beglaubigte Kopien oder Abschriften einzureichen.

Vor der Einstellung in den Vorbereitungsdienst muss zudem ein Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde (§ 30 Abs. 5 des Bundeszentralregistergesetzes) vorliegen, das bei der Entscheidung über die Zulassung nicht älter als drei Monate sein soll. Das Führungszeugnis ist vom Bewerber bei der Meldebehörde zur Vorlage beim Staatsbetrieb Sachsenforst zu beantragen.

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Kontakt

Staatsbetrieb Sachsenforst

Referat Personal, Organisation, Aus- und Fortbildung

Gerrit Schulze

  • TelefonTelefon: (03501) 54 21 97
  • E-MailE-Mail

weitere Informationen

Faltblatt Laufbahnausbildung höherer Forstdienst